Treiben in Wolfhagens Mitte erneut gescheitert - nur noch ein Imbisswagen am Platz

Wolfhagens Wochenmarkt ist am Ende

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Er ist noch übrig geblieben: Gerhard Löber (links) mit seinem Imbisswagen, der auch am Freitag wieder am Wolfhager Marktplatz war. Sein Sohn Frank hilft ihm.

Wolfhagen. Das hatte sich der Kulturverein in Wolfhagen anders vorgestellt. Als im August 2009 der Wochenmarkt nach siebenjähriger Pause wieder öffnete, war man voller Hoffnung.

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Ein attraktives Angebot in Wolfhagens Mitte, direkt am Marktplatz, das sollte freitags zum Magneten werden.

Doch längst ist Ernüchterung eingetreten. Der Wochenmarkt ist gescheitert. Jetzt ist nur noch der Händler da, der immer dort war: Gerhard Löber mit seinem Imbisswagen.

„Mir haben etliche Anbieter gesagt, dass es sich nicht mehr lohnt, zum Markt nach Wolfhagen zu kommen“, sagt Frey, „die mussten Geld mitbringen, statt es zu verdienen“. Immer wieder habe der Kulturverein die Marktbeschicker gebeten, durchzuhalten. Mit wechselnden Programmpunkten zum Markt habe man zusätzlich Menschen in die Stadt locken wollen. Doch irgendwann ging das nicht mehr. Frey: „Irgendwann muss sich ein Markt selber tragen.“ Und er sagt kritisch: „Ich höre jetzt immer wieder, es sei schade, dass der Markt nicht mehr da ist. Doch von denen, die das sagen, habe ich nie jemanden beim Wochenmarkt gesehen.“ Wolfhagens Erster Stadtrat Horst Förste, der derzeit Bürgermeister Reinhard Schaake vertritt, sagt: „Es ist schade, dass die Wolfhager den Markt nicht annehmen.“ Eine Erklärung, warum das so ist, hat auch Förste nicht.

Gerhard Löber mit seinem Stand möchte übrigens bleiben. „Ich bin zufrieden.“ Der Ippinghäuser, quasi der letzte Mohikaner, hat aber Verständnis, dass die anderen weggeblieben sind. „Niemand kann erwarten, dass ein Metzger von Basdorf für 20 bis 30 Euro nach Wolfhagen kommt.“ KOMMENTAR

Quelle: HNA

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