Modernisierung oder Neubau?

Wolfhager Feuerwehr benötigt mehr Platz

Ausgereizt: Am Wolfhager Feuerwehrstützpunkt gibt es keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Außerdem besteht Modernisierungsbedarf. Ein Neubau an anderer Stelle soll her. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Der Wolfhager Stützpunkt ist in die Jahre gekommen. Es besteht Sanierungsbedarf, viel Luft für nötige Erweiterungen ist auf dem Gelände an der Schützeberger Straße nicht mehr. Modernisierung oder Neubau? Diese Frage sollte eine Machbarkeitsstudie klären.

Das Ergebnis ist deutlich und deckte sich mit den Einschätzungen von Bürgermeister Reinhard Schaake und Stadtbrandinspektor Frank Brunst: Viel spricht für einen Neubau, nur wenig für eine Sanierung. Beide sind zuversichtlich, dass die Stadtverordneten dies heute Abend während der Sitzung des Parlaments genau so sehen. Und so gehen die Gedanken schon in Richtung eines Neubaus. Mindestens 15 000 Quadratmeter Fläche sollten vorhanden sein, damit man genügend Reserven für die Zukunft hat, gegebenenfalls auch Rettungsorganisationen wie DRK und THW ihre Unterkünfte dorthin verlagern können.

Das Grundstück des früheren Hofes Waßmuth an der Kurfürstenstraße kommt laut Brunst nicht in Frage. Die Erreichbarkeit sei nicht gut: „90 Prozent unserer Feuerwehrleute wohnen auf der anderen Seite der Stadt.“ Und man sei zu nahe am Wohngebiet. Lärm beim Ausrücken und bei Übungen könnten die Anwohner stören. Über zwei geeignetere Flächen berät heute das Parlament.

Platz benötigt die Wehr am neuen Standort ganz offensichtlich: „Wir planen 18 Stellplätze, heute haben wir zehn“, sagt der Stadtbrandinspektor, der von einer dreijährigen Bauzeit ausgeht und hofft, dass die Parlamentarier mitziehen und bis Ende August 2016 die Anträge auf eine Bezuschussung in Wiesbaden abgegeben sind.

Und wenn es statt eines Neubaus eine Sanierung wird? Daran will Brunst gar nicht denken. Auch, weil während eines Umbaus Fahrzeuge und Material ausgelagert werden müssten und der Betrieb stark eingeschränkt wäre. Bei einem Neubau würde man während der Bauphase am alten Stützpunkt ohne Behinderungen arbeiten können und nach der Fertigstellung direkt umziehen.

Quelle: HNA

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