Feuerwehrleute waren 40.000 Stunden ehrenamtlich im Einsatz

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Dank und Anerkennung: Für ihr Jahrzehnte langes ehrenamtliches Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr erhielten insgesamt 24 Frauen und Männer die Anerkennungsprämie des Landes Hessen.

Nothfelden . Anerkennung und Respekt zollte Wolfhagens Bürgermeister Reinhard Schaake während der gemeinsamen Jahreshauptversammlung aller Wolfhager Feuerwehren den Brandschützern der Stadt.

„Die in der Stadt Wolfhagen sowie den Stadtteilen lebenden Bürgerinnen und Bürger können rund um die Uhr in Not- oder Gefahrensituationen zu 100 Prozent auf ihre Freiwilligen Feuerwehren bauen und vertrauen“, erklärte Schaake während der Versammlung im Nothfelder Dorfgemeinschaftshaus. Die Frauen und Männer in den Einsatzabteilungen, so der Verwaltungschef, opferten ehrenamtlich nicht nur einen großen Teil ihrer Freizeit, um Menschen in Notlagen zu helfen, sondern sie seien dabei auch bereit, sich für andere in Gefahr zu bringen und im Ernstfall ihre Gesundheit oder gar ihr Leben für die Rettung anderer aufs Spiel zu setzen.

Stadtbrandinspektor Frank Brunst belegte das ehrenamtliche Engagement mit Zahlen. Die derzeit 289 Aktiven - 255 Männer und 34 Frauen -, so Brunst, haben trotz eines leichten personellen Rückgangs um zehn Einsatzkräfte auch 2012 wieder Außergewöhnliches geleistet.

Sie mussten nicht nur zu 147 Einsätzen ausrücken, davon 40 Brandbekämpfungen sowie 68 Hilfeleistungen, sondern leisteten mit Übungen sowie Aus- und Fortbildung insgesamt 40.000 Stunden ehrenamtlichen Dienst für das Allgemeinwohl.

„Im Bereich Aus- und Fortbildung“, versicherte der Stadtbrandinspektor, „sind unsere Wehren im Landesvergleich absolute Spitze.“ Denn im vergangenen Jahr haben neben der internen Standardausbildung 317 Feuerwehrleute an überfachlichen Schulungen und Lehrgängen teilgenommen. Auf die Wolfhager Brandschützer, so Brunst, könne man sich verlassen, „wir sind eine bärenstarke Gemeinschaft“.

Wie hoch der Ausbildungsstand und das Leistungspotenzial der Wolfhager Wehren sind, das spiegelte sich auch in den Rechenschaftsberichten der Sachgebietsleiter wider.

Positiv für alle Stadtwehren wirke sich die Schaffung einer 75 Prozent-Stelle im Rathaus ausschließlich für die Belange der Feuerwehren aus.

Starke Jugendwehren

Damit auch in Zukunft der Schutz und die Hilfe gewährleistet ist, dafür sind, so die Bilanz von Stadtjugendwartin Corinna Baake, momentan 118 Jungen sowie 55 Mädchen in den zehn Jugendwehren Garant.

Auf ihrem Weg zur späteren Übernahme in die Einsatzabteilungen haben sie zusammen mit ihren Betreuern im vergangenen Jahr insgesamt 5100 Stunden geleistet. Die Hälfte davon in der feuerwehrtechnischen Ausbildung.

Weitere Schwerpunkte der Jahreshauptversammlung waren Beförderungen, Ehrungen sowie die Übergabe der Anerkennungsprämie des Landes Hessen.

Während der Jahreshauptversammlung der Wolfhager Feuerwehren gab es für folgende Frauen und Männer die Anerkennungsprämie des Landes Hessen: 10 Jahre: Stephan Gutschank, Lars Landgrebe, Manuel Pickenhahn, Patrick Pilz, Michaela Piplak, Michael Schwarz. 20 Jahre: Carsten Franke, Robert Kurz, Marcus Möller, Sandra Vix. 30 Jahre: Lothar Alheid, Uwe Hoffmann, Marcus Ruth, Elke Masche, Andreas Luttrop, Lothar Reipert. 40 Jahre: Horst Holzhauer, Dieter Matthaei, Manfred Dier, Karl-Ludwig Döhne, Werner Grüning, Norbert Ithner, Hermann Kranz, Dr. Walter Lübcke.

Geehrt mit dem Brandschutzehrenzeichen in Silber wurden Robert Kurz, Reiner Schacht, Sandra Vix, Frank Wilkesmann und Stefan Döhne. Die Katastrophenschutzmedaille des Landes Hessen in Bronze gab es für Tim Bertelmann, Alexander Kranz, Andrè Lorenz sowie Christian Schlick.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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