Wolfhager Firma gewinnt Top 100 Innovationspreis

Titelverteidiger: Geschäftsführer Niyazi Karahan (Mitte) mit seinen Mitarbeitern Michael Ulbricht und Martin Schramm. Foto: von Polier

Wolfhagen. Die Wolfhager Firma Werner Maschinenbau hat zum zweiten Mal den Top 100 Innovationspreis gewonnen. Das Unternehmen um Geschäftsführer Niyazi Karahan zählt damit zu den 100 innovativsten Firmen in Deutschland.

Der Vorteil: Mit dem Preis gibt es eine detaillierte Studie über die Entwicklung des Unternehmens, was eine weitere Verbesserung ermöglicht. Diese Verbesserung ist bereits merkbar. Im Jahr 2014 noch hatte die Firma Platz 37 belegt, mittlerweile findet sie sich auf Platz 24 wieder. „Unser Ziel ist es, in die Top drei zu kommen“, sagt Karahan.

Als Grund für den erneuten Preis vermutet er die Innovationsabteilung des Unternehmens. Dort beschäftigen sich Mitarbeiter ausschließlich mit aktueller Technik, neuen und günstigeren Innovationen und solchen, die am Markt noch nicht etabliert sind. „So können wir unseren Kunden schon heute vorstellen, was morgen interessant wird.“ Auch in der mechanischen Abteilung und Software soll diese Art der Entwicklung eingeführt werden.

Platz verdreifacht

Die Firma baut Maschinen, die von Autoherstellern genutzt werden, um Fahrgestellnummern zu gravieren. Zu den Kunden zählen unter anderem Audi, BMW, Skoda und Seat. 2013 hat das Unternehmen neue Räume am Gastefelder Holz bezogen, hier gab es im Vergleich zur alten Fläche an der Gutenbergstraße das dreifache des Platzes.

Viele Teile der hier hergestellten Maschinen bestehen aus Aluminium, müssen also vorher nach Bauplan gesägt und gefräst werden. Alle Größen zwischen fünf Millimeter und drei Meter sind machbar. Vertretungen der Firma gibt es in Mexiko, Brasilien, China, Tschechien und der Türkei.

Das Besondere: Fertige Anlagen werden erst in Wolfhagen aufgebaut. Anschließend reisen die Mitarbeiter, die für den Aufbau zuständig waren, zu den Auftraggebern und nehmen die Anlage vor Ort in Betrieb. „So können wir garantieren, dass unsere Produkte aus einer Hand kommen“, sagt Karahan. Andere Wettbewerber würden Teile des Auftrags auslagern, wodurch Fehler entstehen könnten. Wichtig sei vor allen Dingen, dass der Kunde ausreichend betreut wird. „Je weniger er sich am Ende mit dem Auftrag beschäftigen muss, desto besser“.

Dass die Firma immer neue Aufträge bekommt, habe den Hintergrund, dass für neue Autos auch neue Prägemaschinen entwickelt werden müssen, weil sich die Architektur der neuen Modelle von der der Vorgänger unterscheidet.

Neue Mitarbeiter gesucht 

Um die Entwicklung des Unternehmens voranzutreiben, werden bei Werner Maschinenbau dauerhaft Mitarbeiter gesucht, erklärt Karahan. Gefragt sind die Berufe Industriemechaniker, Softwareprogrammierer, Elektroniker.

Die immer wichtiger werdende Vereinbarkeit von Familie und Beruf könne man hier garantieren, verspricht er. Auch Karahan selbst hat eine große Familie und findet: „Familie geht immer vor. Wenn ein Kind kommt, suchen wir kurzfristig eine Vertretung, das ist kein Problem“. Der 41-Jährige Karahan arbeitet seit 1996 in der Firma. Angefangen hat er als Industriemechaniker, hat dann alle Abteilungen durchlaufen. Bis zum Jahr 2012 war er Werksleiter und wurde dann Geschäftsführer.

Quelle: HNA

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