Wolfhager Kreissynode fordert: Raus aus der Kernenergie

Ehringen. Der Beschluss der Kreissynode fiel einstimmig: Die christliche Verantwortung für die Schöpfung ist unvereinbar mit einer atomaren Energieerzeugung.

Was die rund 60 Parlamentarier des Evangelischen Kirchenkreises am Samstag in Ehringen entschieden, sei kein Stimmungsvotum, betonten die Delegierten nach der Abstimmung. Lange vor der Reaktorkatastrophe von Fukushima war das Thema Schöpfungsverantwortung schon auf der Tagesordnung der Kreissynode, die ursprünglich schon im Februar stattfinden sollte.

„Wir wollten dieses wichtige Thema aus dem Kommunalwahlkampf heraushalten“, erklärte der Vorsitzende der Synode, Rudolf Möse, im Pressegespräch mit unserer Zeitung. „Es wäre sonst nur über Windkraftanlagen und den Rödeser Berg diskutiert worden.“

„Es ist nicht egal, ob in Japan oder sonstwo eine atomare Wolke hochsteigt oder nicht“, warb Dekan Dr. Gerlach für ein ethisches Umdenken und eine Energiewende so schnell wie möglich. Nur der „schnellstmögliche Ausstieg aus der Kernenergie“ könne das so genannte Restrisiko einer weltweiten Bedrohung der Menschen und der nichtmenschlichen Natur verhindern, lautete die in einigen Punkten aktualisierte Beschlussfassung des Kirchenkreisvorstandes.

Quelle: HNA

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