Das Wolfhager Kulturzelt wird aufgebaut

Gegen neugierige Blicke: Stefan Jacob, Michele Schiffer und Christian Fliege verkleiden den Künstlerbereich des Kulturzeltes mit einem Sichtschutz. Foto: Hoffmann

Wolfhagen. Das Zelt steht, die Technik ist installiert, das Festivalgelände auf den Teichwiesen ist bereit für die Kulturzelt-Saison 2013. Bis Comedian Matze Knop heute Abend um 20 Uhr das Festival eröffnet, wird hinter den Kulissen noch fleißig gewerkelt. Wie seit Tagen schon. Jetzt nämlich beginnt die heiße Phase.

Das 35-köpfige Kulturzelt-Team ist im Dauereinsatz, und das nicht nur im und rund um das Zelt. „Wir müssen zwischendurch immer wieder ins Büro“, sagt Kulturmanager Wolfgang Frey, der genau weiß, dass gerade jetzt minütlich neue Ansagen von den Künstlermanagements kommen können.

Einige brauchen einen zusätzlichen Verstärker, andere wollen mehr Hotelzimmer, weil es Veränderungen in der Band oder der Crew gegeben hat, wieder andere wollen wissen, ob sie mit ihren Fahrzeugen direkt ans Zelt heranfahren können: „Wir sind nun einmal eines der ersten Sommerfestivals, da sind die einzelnen Produktionen noch nicht eingespielt.“

So sei noch immer nicht geklärt, wie beispielsweise Bosse und Blumentopf anreisen, ob sie ein Hotel benötigen oder doch mit dem Nightliner kommen. Die bei Künstlern beliebten Busse sind wie ein Zuhause auf Zeit, bieten den Reisenden alles, was das Musikerherz begehrt. Für die Veranstalter allerdings bedeuten sie Mehraufwand, im Backstagebereich nämlich müssen sie ordentlich aufrüsten.

„Mit einem Toilettencontainer ist es da nicht mehr getan, unsere alten Wohnwagen kommen da auch an eine Grenze, neben gemütlichen Rückzugsmöglichkeiten müssen wir auch Duschen für Künstler und Crew stellen“, sagt Frey, der mit seinem Team bestens vorbereitet ist. Mit Mia und Stefanie Heinzmann seien zwei Nightliner-Produktionen bereits bestätigt, der Platz hinter dem Zelt entsprechend vorbereitet.

Wer hofft, fernab der Bühne einen Blick auf die Künstler erhaschen zu können, den muss Manuela Matthaei enttäuschen: „Der Bereich ist komplett umzäunt und mit Sichtschutz versehen“, sagt das „Mädchen für alles“, wie sie sich bezeichnet. Gemeinsam mit Frey arbeitet sie im Kulturbüro und ist ganz nah dran, wenn es um die Wünsche und Forderungen der Künstlermanagements geht.

Die Cateringlisten, auf denen sie die Verpflegungswünsche ihrer Schützlinge zusammenfassen, hätten sie in diesem Jahr gleich einen ganzen Abend gekostet: „Mit vier Mädels sind wir sie durchgegangen, haben Einkaufszettel geschrieben und überlegt, wo wir alles möglichst günstig bekommen.“ Das sei nicht immer einfach, mit einer Wurstsemmel nämlich gäben sich nur die Wenigsten zufrieden. Als „völlig im Rahmen“ bezeichnet Frey die Wünsche der Stars, abgesehen von einer ganz speziellen Whiskeysorte: „Der sollte sieben Jahre alt sein“, sagt er kopfschüttelnd und strich ihn von der Einkaufsliste. Irgendwann sei Schluss, auch wenn er versuche, alle Wünsche zu erfüllen. „Ein zufriedener Künstler spielt schließlich auch ein gutes Konzert.“ (zhf)

Quelle: HNA

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