Im Wolfhager Land ist die Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum wird meist nicht allein gekauft: Auch Familie Dehnhardt hat gemeinsam „ihren Baum“ ausgewählt, den die Bachmann-Mitarbeiter Michael Schweighardt (links) und Andreas Ekenberg nun fachgerecht einnetzen. Fotos: Zecher-Christ

Wolfhagen. Jährlich werden etwa 29 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland verkauft. Im Trend liegt noch immer die Nordmanntanne.

Frisch geschlagen: So hell sieht ein frisch gesägter Stamm einer Tanne aus.

„Wir verkaufen nur Nordmanntannen, da Blaufichte selten verlangt wird", sagt Ingo Bachmann (Gartencenter Bachmann). Für besondere Wünsche ist das Blumenhaus Röhre offen. Neben Nordmanntanne und Blaufichte bietet es Kunden auch gemeine Fichte (Rotfichte) an. „Sie wächst hier im Wald und duftet wunderbar“, sagt Katja Röhre. Nordmanntannen dufteten hingegen kaum. Man kann dort auch Douglasieund die silbrig-blaue Nobilistanne vorbestellen. Beim Forstamt setzt man ebenfalls auf die beiden Klassiker. „Wir haben versuchsweise auch eine kleine Menge gemeine Fichte und Kiefer“, sagt Theodor Arend (stellvertretender Forstamtsleiter). „Bei der Tanne wirkt es, als wenn die Nadeln auf kleinen Kissen sitzen. Bei einer Fichte wachsen die Nadeln direkt aus den Ästen“, erklärt er.

Die bevorzugte Größe liegt zwischen 1,80 und 2,50 Meter. „Das ist eine Generationssache“, sagt Arend. „Die ältere Generation nimmt meist einen kleineren Baum, damit sie ihn auf einen Tisch oder Hocker stellen kann“, erklärt Bachmann. „Für ältere Leute ist es nicht so einfach einen großen Baum in den Ständer zu bekommen“, sagt Röhre.

Was tun, wenn der Baum brennt? Sehen Sie dazu auch unser Video.

Arend erklärt, wie man die Frische eines Baumes erkennt: „Man muss darauf achten, dass er keine angebrochenen Zweige und Verfärbungen hat.“ Sei der Stiel sehr dunkel, wurde der Baum schon vor längerer Zeit gefällt. Tanne und Fichte seien einfach auseinanderzuhalten.Das Nadeln kann man folgendermaßen hinauszögern. „Der Baum sollte bis vorm Aufstellen im Netz bleiben“, rät Bachmann.

„Er sollte möglichst lang im Freien bleiben“, sagt Forstamts-Referendar Tobias Hoppmann. Man solle ihn absägen, um die Leitungsbahnen frisch zu öffnen, da er so besser Wasser ziehe und ihn in einen Eimer mit Wasser stellen, der regelmäßig aufgefüllt werden müsse. „Der Baum sollte nicht plötzlich in die Wohnung gebracht werden, sondern sich im Treppenhaus oder Flur an die Temperaturumstellung gewöhnen“, betont Hoppmann. Gut sei ein Standort nicht zu nah an einer Heizung und regelmäßige Lüftung des Raumes.

Von Nadja Zecher-Christ

 

Quelle: HNA

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