Anwohner beschweren sich

Wolfhager Mühlengasse für Verkehr gesperrt - Wenige halten sich an Verbot

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Keine Durchgangsstraße: Nur Anliegern ist es erlaubt, die Mühlengasse zu befahren. Im Bereich der Mühle (hinten) verengt sich der Weg im Kurvenbereich. 

Wolfhagen. Steil, schmal und an der engsten Stelle, einer Kurve, schlecht einzusehen: Die Mühlengasse am Rande der Wolfhager Altstadt ist alles andere als für den Durchgangsverkehr geeignet.

Aber genau dazu, klagt Anwohner Klaus Göbel, werde sie Tag für Tag missbraucht. „Nach Dienstschluss im Rathaus, so ab 15.30 Uhr, geht es hier rund. Als wenn die Leute Narrenfreiheit haben.“ Nach seinen Erkenntnissen seien es vor allem Bewohner des Teichbergs, die die gepflasterte Gasse zwischen Bruchwiesen und Schützeberger Straße als Abkürzung nehmen. Und das, obwohl es eindeutig nicht erlaubt ist. Im Bereich des Bruchweges und im Bereich der Einfahrt von der Schützeberger Straße stehen Schilder, die die Durchfahrt verbieten, Ausnahmen sind lediglich Anliegern erlaubt.

Seit die Siemensstraße wegen Bauarbeiten gesperrt ist, habe der Verkehr noch etwas zugenommen. Göbel: „Wir haben uns das lange genug angesehen, jetzt muss mal was passieren.“ Das habe er auch bereits bei der Stadtverwaltung angemahnt. Aber: „Wenn man bei der Stadt anruft, wird man vertröstet.“

Radfahrer nutzten die Straße, Fußgänger, auch mit Kinderwagen. Gerade auf Höhe der Mühle, dort wo die Gasse einen leichten Schwenk mache, sei es extrem gefährlich. Es sei ein Wunder, dass es bislang noch zu keinem Unfall gekommen sei. Es sei überfällig, so Göbel weiter, dass „das Schlupfloch, um schnell was in der Stadt zu erledigen“, endlich wirkungsvoll geschlossen wird.

Klar geregelt

Helmut Rupp, Leiter des Wolfhager Ordnungsamtes, sagt, dass die Verkehrssituation für den Bereich der Mühlengasse klar geregelt ist: Die Durchfahrt sei nur Anliegern erlaubt. Dazu gehören allerdings nicht nur die Bewohner der Mühle und der beiden oberhalb stehenden Häuser. Auch die Besucher des Hundeplatzes gegenüber der Mühle hätten die Erlaubnis und auch all jene, die am Bruchweg Gärten besitzen oder gepachtet haben. Da ständig zu kontrollieren und die Unberechtigten rauszufiltern, sei aus personellen Gründen gar nicht zu schaffen, zumal es in der Stadt noch weitaus mehr Stellen mit gleicher Ausgangslage gebe. Beispielsweise die Gassen zwischen Schützeberger Straße und Dellbrückenstraße. Rupp: „Das Problem ist uns bekannt, aber eben nicht dramatischer als anderswo.“

Bei Stichproben, auf die man sich in der Mühlengasse durchaus einstellen sollte, müssen alle, die keine Anlieger sind und erwischt werden 20 Euro berappen. Im übrigen gelte das Verbot der Durchfahrt, das durch das Verkehrszeichen mit dem roten Sperrkreis angezeigt wird, auch für Radfahrer. Allerdings, so Rupp, würde man diese dulden. Was für Klaus Göbel noch akzeptabel ist, denn ihm geht es um die Kraftfahrzeuge.in der Mühlengasse.

Quelle: HNA

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