Wolfhager Oberstufenschüler erkundeten den Bosenberg

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Mit Lupe und Bestimmungsbuch unterwegs: Lukas Kümmerle, Aline Petermann, Charlotte Herbold und Jan Wassmuth (von links) untersuchen die Frühblüher Scharbockskraut und Hohler Lerchensporn.

Wolfhagen. Einen solchen Unterrichtstag wünschen sich die 73 Schülerinnen und Schüler des Oberstufenjahrgangs Q2 der Wolfhager Wilhelm-Filchner-Schule (WFS) öfters.

Statt nämlich im Klassenzimmer Mathe, Deutsch oder Englisch zu pauken, waren sie den ganzen Tag der Natur auf der Spur, im Waldgebiet des zwischen Burg- und Wenigenhasungen gelegenen 472 Meter hohen Bosenbergs. Dieser ist in den Flächen des Hessischen Forstamtes Wolfhagen nicht nur als Biotopfläche mit ökologischen Trittsteincharakter ausgewiesen, sondern gilt aufgrund seines vulkanischen Ursprungs mit seinem Basalt-Blockfelskamm auch als Naturdenkmal. 

Studien auf dem Bosenberg

Im Mittelpunkt der Exkursion unter Gesamtleitung von WFS-Oberstufen-Stufenleiter Volker Schäfer standen die frühblühenden Pflanzen im Bosenbergwald, wobei die Schüler damit eine Arbeit fortsetzten, die vor rund 30 Jahren von Volker Schäfer auf den Weg gebracht wurde. Er hatte nämlich für seine Examensarbeit seiner zweiten Staatsprüfung die Bosenberg-Frühblüher wissenschaftlich untersucht und bearbeitet.

Diese Studien wurden dann in den folgenden Jahren mit den WFS-Schülern, angefangen mit den Siebt-, Neun- und Q2-Klässlern regelmäßig dokumentiert und kartiert. Um festzustellen, ob sich in der Pflanzensoziologie des Bosenberges etwas verändert hat und wenn ja, wie und was.

Die im Untersuchungsterrain vorkommenden Frühblüher, die sich durch die vorhandene Lichteinstrahlung durch das noch fehlende Blätterdach der Bäume und der dadurch höheren Wärme direkt über dem Boden ideale Wachstumsbedingungen vorfinden, sind die ersten wichtigen Nahrungsquellen für Insekten, vor allem für Bienen und Hummeln.

Der Nektar als Zucker und die Blütenpollen als Eiweißspender bilden nämlich die Hauptnahrung für die im Frühjahr beginnende Aufzucht des Bienennachwuchses.

Quelle: HNA

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