Wolfhager sollen Treffpunkt für Jung und Alt gestalten

Treffpunkt im öffentlichen Raum: Wie die Wolfhager das Gelände hinterm Kulturellen und Sozialen Zentrum entwickeln wollen, soll ein Ideenworkshop ergeben. Foto: Thon

Wolfhagen. Das Gelände hinter dem Kulturellen und Sozialen Zentrum (KuSZ) in Wolfhagen sollen die Bürger der Stadt ganz nach ihren Vorstellungen gestalten. Mit Ausnahme von finanziellen Zwängen sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. 120.000 Euro stehen für das Projekt zur Verfügung.

Michael Joost vom Bereich Energie und Stadtentwicklung der Stadt Wolfhagen möchte die Bewohner dazu animieren, kreativ zu werden und ihren Vorstellungen freien Lauf zu lassen. Am Donnerstag, 22. Oktober, wird es einen Workshop geben, in den sich interessierte Wolfhager einbringen können.

Bereits in vorangegangenen Workshops, zu denen die Stadt im Zuge des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche“ eingeladen hatte, tauchte ein Gedanke wiederholt auf: Ein Spielplatz für Jung und Alt, ein Treffpunkt, der alle Generationen einbindet. „Wir wollen diesen Platz aber nicht verordnen“, sagt Joost, der sich eine starke Beteiligung der Bürger wünscht und einen intensiven kommunikativen Prozess, in dessen Ergebnis die Wolfhager ihren Treffpunkt selbst kreieren.

Akzeptanz schaffen

Birgit Beutel, die als Beraterin das Programm „Aktive Kernbereiche“ begleitet, gibt Joost recht. In den meisten Kommunen, in denen Politiker und Experten zu wissen glaubten, was gut für die Bewohner sei und in dieser Annahme Projekte umgesetzt haben, habe es am Ende ein Problem gegeben: „Es fehlte die Akzeptanz“. Prominentes Beispiel sei Stuttgart 21.

Die besondere Herausforderung in Wolfhagens Altstadt sei, so Joost, in dem eng bebauten Häuserensemble Inseln im öffentlichen Raum zu schaffen, auf die sich die Menschen zurückziehen können und auf denen sie gerne sind. „So wird das Wohnen in der Altstadt attraktiver“ und die Innenstadt belebter, ist er sich sicher. Vor diesem Hintergrund werde es Begehungen der Altstadt geben, bei denen sämtliche Freiflächen im Hinblick auf ihre Gestaltungs- und Entwicklungsmöglichkeiten beleuchtet würden.

In einem ersten Schritt geht es aber um die 900 Quadratmeter große Wiese hinterm KuSZ. Vor etwa zehn Jahren war dort ein Kinderspielplatz geschlossen worden. Nun soll das Gelände wiederbelebt werden. Michael Joost geht davon aus, dass im Anschluss an die Ideensammlung und die Verdichtung der Vorschläge auf ein konkretes Vorhaben sich Anfang kommenden Jahres die städtischen Gremien mit dem Mehrgenerationentreffpunkt befassen. Im ersten Halbjahr 2016 könne mit dem Bau begonnen werden. 70 Prozent der Kosten in Höhe von 120.000 Euro steuert das Land Hessen bei. Termin: Workshop am Donnerstag, 22. Oktober, ab 16.30 Uhr, Veranstaltungsort steht noch nicht fest. Kontakt für interessierte Wolfhager, Michael.Joost@Wolfhagen.de, Telefon, 05692/602300

Quelle: HNA

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