Wolfhager Tafel: 321 Menschen nehmen Hilfe in Anspruch

Symbolbild Brot

Wolfhager Land. Ohne die Hilfe der Tafel würde so manche Familie im Wolfhager Land nicht durch den Monat kommen. Seit der ersten Ausgabe von Lebensmitteln im Jahr 2003 ist der Andrang ungebrochen.

Zur Zeit existiere gar eine Warteliste, auf der beständig zwischen drei bis fünf Bedarfsgemeinschaften stehen, sagt Marcus Drescher vom Diakonischen Werk Hofgeismar/Wolfhagen.

255 Erwachsene und 66 Kinder sind aktuell in 160 Bedarfsgemeinschaften bei der Wolfhager Tafel registriert. In einem Rhythmus von zwei Wochen dürfen sie sich gegen einen Festbetrag von zwei Euro einen Korb voller Lebensmittel abholen, die alle Supermärkte und Bäckereien im Altkreis Wolfhagen sonst in den Müll hätten werfen müssen. Als „Geben und Nehmen“ bezeichnet Marcus Drescher das praktizierte Verfahren: „Die Supermärkte sparen sich die Entsorgungskosten, und einkommensschwache Personen und Familien werden finanziell enorm entlastet.“

Freiwillige Helfer überlastet

Was die Erledigung der vielfältigen Aufgaben zwischen Fahrdiensten und Arbeiten im Laden betrifft, sei die Wolfhager Tafel in ihren neuen Räumlichkeiten in der ehemaligen Post an der Burgstraße mittlerweile an der Belastungsgrenze angelangt. „Viele unserer 48 ehrenamtlichen Mitarbeiter sind bereits über 70 Jahre alt“, sagt Marcus Drescher. „Krankheitsbedingte Ausfälle lassen sich kaum noch kompensieren.“ In der Zukunft müsste daher verstärkt um Nachwuchskräfte für das Ehrenamt geworben werden.

Darüber hinaus könnten sich Privatpersonen jederzeit mit Einzelspenden für die Wolfhager Tafel engagieren. Voraussetzung sei, dass die angebotenen Lebensmittel frisch und noch ordnungsgemäß verschlossen seien, sagt Marcus Drescher.

Doch geben die Tafeln nicht nur Lebensmittelspenden weiter: Sie sind auch selbst auf Spenden angewiesen.

Von Emily Spanel

Quelle: HNA

Kommentare