Wolfhager Wilhelm-Filchner Förderschüler werden zu Forschern

Kleine Forscher: Angelina Lohmann und Finn Wendeborn schauen sich Proben unter dem Mikroskop an. Die Schüler der Wilhelm-Filchner Förderschule können jetzt regelmäßig experimentieren. Foto: tla

Wolfhagen. Mit Mikroskopen und Pipetten ist jetzt die Wilhelm-Filchner Förderschule in Wolfhagen ausgerüstet. Spielerisch können die Kinder damit erste Erfahrungen als Forscher machen.

Ketchup, Orangensaft und Öl stehen in kleinen Schüsseln auf dem Tisch. Alessio Massa und seine Mitschüler aus der vierten Klasse der Wilhelm-Filchner Förderschule in Wolfhagen stecken kleine sogenannte Indikatorstreifen in die Substanzen und schauen, wie die sich verfärben. So messen sie den pH-Wert und wollen herausfinden, was für die Zähne besonders schädlich ist. Schülerin Angelina Lohmann stellt begeistert fest: „Das ist irgendwie spannend.“

Möglich macht das Experiment das neue Forscherlabor der Förderschule. 1500 Euro dafür gab es von der Spendenaktion Kinder für Nordhessen - unterstützt von Unternehmen und Bürgern aus der Region auf Initiative der HNA. Für die Kinder wurde Experimentier-Material zu verschiedenen Bereichen angeschafft. Dazu gehören auch ein Bausatz für Windkraft-Modelle und mehrere Mikroskope.

„Unseren Schülern fehlen teilweise elementare Kenntnisse“, sagt Lehrerin Ariane Wettering. „Die können sie so spielerisch lernen.“ Jeder Lehrer kann mit seiner Klasse das Labor benutzen und mit ihnen Experimente zu den Themen machen, die sie gerade im Unterricht behandeln.

Im vierten Jahrgang ist zurzeit das Thema Zahngesundheit an der Reihe. Schüler Alessio Massa hat sein Experiment jetzt abgeschlossen. „Das Papier hat sich rot gefärbt“, sagt er. Er vergleicht den Streifen mit den Farben an der Tafel. Die zeigen ihm: Der Ketchup, den er untersucht hat, ist eher sauer. Seine Ergebnisse hält er jetzt noch in einem Versuchsprotokoll fest - wie ein richtiger Forscher.

Quelle: HNA

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