Erhalt des Kindergarten Seigertshausen: Mütter übergaben Resolution an Bürgermeister

369 wollen Kinder im Dorf

Treten für den Erhalt des Kindergartens in Seigertshausen ein: Marika Walz (Mitte) übergab am Montag an Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich eine Resolution mit einer Unterschriftenliste. Mit dabei waren ihre Mitstreiterinnen Heide Weber (von links), Katharina Stumpf, Sylwia Luckhardt, Sylvia Block, Alexandra Wagner, Stefanie Schote und die Kindergartenkinder (vorne, von links) Felix, Nils, Luna, Joel, Franziska, Oscar, Til und Paula. Foto: Lache-Elsen

neukirchen. Mütter von Kindergartenkindern aus Seigertshausen wehren sich gegen eine mögliche Schließung des Kindergartens Wirbelwind in dem Neukirchener Stadtteil. Am Montag übergab die Kindergarten-Elternbeiratsvorsitzende Marika Walz an Neukirchens Bürgermeister Klemens Olbrich ein Schreiben, in dem der Erhalt des eingruppigen Kindergartens gefordert wird.

Schon seit einiger Zeit sei das im Gespräch gewesen, berichtete Marika Walz. Nachdem die Schließung einer der insgesamt zehn Kindergartengruppen im Gebiet der Stadt Neukirchen in der jüngsten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung auf dem Programm stand, ergriffen sie die Initiative, etwas für den Erhalt des Kindergartens Wirbelwind in Seigertshausen zu tun.

Nach der Sitzung des Parlaments hatten sich die Eltern zusammengetan, ein Schreiben aufgesetzt und Unterschriften gesammelt, „um eine Schließung zu verhindern“, erklärte Marika Walz. Die Unterschriftenaktion habe man initiiert, „um zu sehen, wo das Dorf steht“, erklärte Stefanie Schote. Am Ende habe ein jeder unterschrieben, den sie ansprachen, sagte sie.

So konnten die Mütter am Montag ihre Resolution an Bürgermeister Klemens Olbrich im Rathaus übergeben, in der sich auch 369 weitere Seigertshäuser für den Erhalt des Kindergartens in ihrem Dorf aussprechen.

1,2 Millionen Euro Defizit

In der jüngsten Sitzung des Neukirchener Parlaments war der Beschluss vertagt worden, dass die Kinder der Stadt ab 1. August in neun statt bisher zehn Kindergartengruppen betreut werden sollen.

Hintergrund für den Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses war das Jahresdefizit für die Kinderbetreuung in Höhe von 1,2 Millionen Euro, das den größten Posten im Neukirchener Haushalt ausmacht, dabei werde es ab Sommer 39 unbesetzte Plätze geben.

„Belassen Sie die Situation wie sie ist“, fordern die Mütter in ihrer Resolution. Wenn dies nicht möglich sei, möge man entscheiden, eine Gruppe in einem mehrgruppigen Kindergarten zu schließen, heißt es in dem Papier. Es dürfe nicht zu Schließung eines Kindergartens kommen, in dem nur eine einzige Gruppe betreut werde. (alx) Die Entscheidung: Der Haupt- und Finanzausschuss der Stadt befasst sich am Donnerstag, 26. April, erneut mit dem Thema, ehe in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 3. Mai, darüber entschieden werden soll. WEITERE ARTIKEL

Quelle: HNA

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