Schwälmer Ehepaar erhielt unerwartete Hochzeitsgrüße aus den Bergen Skandinaviens

Wünsche mit weitem Weg

Glückwünsche aus Norwegen: Die Hochzeitsgäste von Karina und Ralf Bornmann ließen Luftballons mit Grußkarten steigen. Einen fanden die Bergführer Torgrim Svensen und Erlend Kveinen bei einer Wanderung. Fotos:  privat/nh

Schwalmstadt. Mit diesem Hochzeitsgruß haben Ralf und Karina Bornmann, die sich in der Treysaer Totenkirche das Ja-Wort gaben, nicht gerechnet: Einen Monat nach der Hochzeit erreichte sie ein Brief mit Grußworten zweier norwegischer Bergwanderer.

„Ich habe erst an einen Scherz aus dem Freundeskreis geglaubt“, gibt Rolf Bornmann zu. „Denn wir kennen niemanden in Norwegen.“ Die Erklärung fand sich im weitgereisten Briefumschlag: Die Hochzeitsgäste hatten 40 Luftballons in den Himmel steigen lassen, an denen Grußkarten mit Glückwünschen zur Hochzeit und der Heimatadresse des Brautpaares befestigt waren. Einer davon hat es bis ins norwegische Hochland geschafft.

Einige flogen bis Melsungen

„Einige der Ballons wurden zwischen Rotenburg und Melsungen gefunden“, erzählt Bornmann. „Dass es einer bis nach Skandinavien geschafft hat, war eine tolle Überraschung“, sagt der Bräutigam.

Torgrim Svensen und Erlend Kveinen, die den ausgeblichenen Ballon und die vom Schnee durchweichte Grußkarte gefunden hatten, haben ihrem Brief mehrere Fotos des Fundortes und einige Landkartenausdrucke beigelegt. Auf diesen haben sie den Fundort genau markiert: 1000 Kilometer, bis in eine Bergregion südlich des Hardanger Vidda Plateaus, hat der Ballon aus Treysa zurückgelegt.

Nach Angaben der norwegischen Finder lag die Karte im Schnee, als sie sie entdeckten. „Unsere Adresse war nur lesbar, weil die Karten mit einem wetterfesten Adressaufkleber beklebt waren“, sagt Bornmann. Einer von vielen Zufällen, die dem Ehepaar die Überraschung bescherten.

Per E-Mail in Kontakt

Inzwischen entstand ein reger E-Mail-Austausch zwischen dem Schwälmer Ehepaar und den skandinavischen Bergführern. Die haben Bornmanns nun eingeladen, bei Zeiten gemeinsam die norwegische Hochebene zu durchwandern. „Ich bin eigentlich kein passionierter Wanderer, aber wer weiß, ob es nicht einfach so sein soll“, erklärt Bornmann lachend. Norwegen sei schließlich ein sehr interessantes Land. „Vielleicht nehmen wir die Einladung tatsächlich an.“

Von Sebastian Lammel

Quelle: HNA

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