Der Anbau kostet 389 000 Euro und soll zügig entstehen – Mehrheit für die rechtwinklige Variante

Würfel gesellt sich zur Wache

Auf diesem Platz neben der Wache entsteht der Anbau: Die Wache aus dem 18. Jahrhundert wird dann durch das Foyer, genannt Informationspunkt, betreten. Foto: Quehl

Ziegenhain. Die Gestaltung des Anbaus an die Wache am Paradeplatz Ziegenhain steht fest: Auf dem freien Plätzchen neben dem historischen Kleinod wird ein eingeschossiger, würfelförmiger Windfang gebaut. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Bauausschusses.

Wie berichtet kostet der Erwerb des Objekts vom Schwälmer Heimatbund 81 000 Euro, für den Anbau und die Sanierung beziehungsweise Umbauten innen sind 389 000 Euro veranschlagt. Die Schwalmtouristik und die Geschäftsführung des Rotkäppchenlandes bleiben dort, das Stadtmanagement zieht dann ein. So hatte es die Stadtverordnetenversammlung entschieden.

Dort war auch festgelegt worden, dass der Ausschuss die endgültige Anbauvariante für den seitlichen Windfang beschließen solle. Dafür hat das Kasseler Architekturbüro „Sprengwerk“ gemäß der Vorgaben zwei Entwürfe erstellt. Der eine, für den sich der Ausschuss mit fünf Ja- bei einer Neinstimme und einer Enthaltung aussprach, schließt bündig mit der Frontfassade ab, ist modern-sachlich gestaltet und hat eine Grundfläche von gut 19 Quadratmetern (siehe Abbildung).

Der Eingang ist mittig angeordnet, es gibt auch eine rückseitige Tür zu dem kleinen Innenhof, der zwischen dem Anwesen Bechtel und dem Anbau verbleibt. Dort könnten zum Beispiel Elektroleihfahrräder abgestellt werden. Geplant ist, dass das neue Foyer länger geöffnet ist, sodass sich Gäste dort selbständig mit ausliegendem Infomaterial bedienen können.

Der grundsätzliche Zweck des Anbaus ist der Wärmeschutz in der kalten Jahreszeit – die ursprüngliche Eingangstür lässt keine nachträgliche Windfanglösung zu.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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