Sichere Ampelkreuzung: Leimsfelder trafen sich mit Behördenvertretern direkt an der Bundesstraße

Wunsch nach mehr Kontrolle

Die Ampelkreuzung ist ein Gefahrenschwerpunkt: Das machten die Mitglieder des Arbeitskreises Ampelkreuzung am Donnerstagabend bei einem Ortstermin deutlich. Fotos: Rose

Leimsfeld. 60 Menschen, darunter viele Mitglieder des Arbeitskreises Ampelkreuzung, trafen sich am Dienstagabend mit Vertretern des Schwalm-Eder-Kreises, der Polizei und von Hessen Mobil, vormals ASV, um noch einmal mehr deutlich zu machen, welche Gefahrenschwerpunkte von der Bundesstraße und die Ampel ausgehen (wir berichteten).

„Das soll hier kein Tribunal werden“, sagte Bürgermeister Birger Fey. „Die Leimsfelder wollen ihre Sorgen schildern.“ Markus Neumann, Sprecher der Initiative, schilderte eindringlich, wie sehr die Leimsfelder belastet sind und erklärte: „Es ist reine Glückssache, dass hier noch nichts passiert ist.“ Eine ganze Woche habe man kürzlich Geschwindigkeit und Verkehrsaufkommen aufgezeichnet. „Mit teilweise erschreckenden Ergebnissen“, sagte Neumann. Knapp 27 Prozent fuhren schneller als 50 Stundenkilometer, 123 Fahrer sausten mit mehr als 80 durch den Ort, 15 fuhren mehr als 100 Stundenkilometer. „Wenn man das hochrechnet, hätte man in einer Woche 90 250 Euro Bußgeld eingenommen und 122 Führerscheine einkassiert“, verdeutlichte der Sprecher.

„Wir Leimsfelder haben einen langen Atem.“

Markus Neumann, Arbeitskreis

Besonders von den Lastwagenfahrern gehe eine große Gefahr aus, die die Rotphase der Ampel regelmäßig ignorierten. Auf wenig Verständnis stoße zudem die Tatsache, dass die Bregrenzung von 70 Stundenkilometern im Bereich der Einmündung Richtung Obergrenzebach aufgehoben worden sei. „Wir wünschen uns eine dauerhafte Überwachung, eventuell eine Lichtzeichenanlage oder eine fest installierte Kamera an der Ampel“, erklärte Markus Neumann. Dafür wurden im Ort 450 Unterschriften gesammelt.

Nach einer schnellen Lösung sieht es nicht aus. „Wir Leimsfelder haben einen langen Atem“, sagte Neumann. Fey versprach, dass der Antrag auf den Weg gebracht würde. Ob die Anlage installiert werde, hänge unter anderem von der Prüfung der Polizei ab, erklärte Dirk Daniel.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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