Neunjährige bekam Antwort von Borkener Bürgermeister

Wunsch nach Spielplatz: Kind schrieb Brief an Stadt

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Setzt sich für einen Spielplatz im Stadtpark ein: Zoe Helmker (9) aus Borken hat dem Bürgermeister geschrieben, wie sehr sie sich einen Spielplatz dort wünscht. Seine Antwort motiviert sie nun, Spenden für ihren Traum zu sammeln.

Borken. Die neunjährige Zoe wünscht sich einen Spielplatz im Stadtpark in Borken. Ihren Wunsch hat sie aufgeschrieben und an den Bürgermeister geschickt. Und sie bekam eine Antwort.

Eigentlich hatte Zoe Helmker gar nicht mit einer Antwort gerechnet. Dennoch hatte sich die Neunjährige vorige Woche die Mühe gemacht, Bürgermeister Bernd Heßler einen Brief zu schreiben, in dem sie ihm von ihrem größten Wunsch erzählt: Das Mädchen träumt von einem Spielplatz im Stadtpark am Rathaus.

Damit der Bürgermeister auch wirklich verstand, um was es ihr ging, hat sie vorsichtshalber auch ein Bild von einer Rutsche, Wippe und einem Karussell gemalt und zum Brief gelegt. Der Bürgermeister las, sah und begriff. Denn nur wenige Tage, nachdem Zoe den Brief abgeschickt hat, erhielt sie auch schon eine Antwort.

Der erste Brief ihres Lebens 

„Ich finde deine Ideen toll“, steht im Brief, den der Bürgermeister mit „Dein Bernd Heßler“ unterschrieben hat. „Wir werden das im Rathaus prüfen und schauen, wo im Stadtpark ein guter Ort für einen Spielplatz ist und wie viel Geld wir dafür ausgeben müssen. Ich habe unserer Bauverwaltung Bescheid gesagt, dass sie mir Vorschläge machen sollen. Dann melden wir uns wieder bei Dir. Das wird aber noch eine Weile dauern.“

Für die Neunjährige, die damit den ersten Brief ihres Lebens - außer von Oma - bekommen hat, ist das Schreiben ein solcher Ansporn, dass sie jetzt Spardosen bastelt, die sie in Borkener Läden aufstellen will. Die will sie möglichst gut gefüllt an Bernd Heßler übergeben und damit selbst den Grundstein für den Spielplatz legen: „Es gibt doch bestimmt noch viel mehr Kinder, die sich einen solchen Platz in der Stadt wünschen“, sagt sie.

Für ihre Mutter Nicole ist der Briefwechsel ein echter Grund, stolz auf ihre Tochter zu sein: „Zoe hat mit ihren neun Jahren begriffen, dass man einen Bürgermeister anschreiben darf - und dass sich nichts ändert, wenn man nicht selbst versucht, die Dinge zu ändern.“

Großes Ziel 

Zoes Einsatz für den Spielplatz ist ungebrochen, das amtliche Schreiben hat die Neunjährige nur noch mehr motiviert, sich für ihr großes Ziel stark zu machen.

Der Brief löste bei Zoes Mutter übrigens nicht etwa Freude, sondern ein schlechtes Gewissen aus. „Ich dachte, dass ich zu schnell gefahren und geblitzt worden sei“, sagt die 40-Jährige und lacht. Doch der Ärger übers vermeintliche Knöllchen wich schnell der Begeisterung über das nette Schreiben: „Für das Kind ist es einfach ganz toll zu sehen, dass man immer etwas bewirken kann. Ganz gleich, wie alt man ist.“

Quelle: HNA

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