Streichkonzert drückt das Defizit um knapp 400 000 Euro – Haushalt ohne Gegenstimme

Zähes Ringen um den Etat

Neukirchen. Ein Abhörscanner hätte dutzendfach die Begriffe Eigenbetrieb, Bauhof und Schwimmbad erfasst in der zweiten Haushaltsrunde des Stadtparlaments von Neukirchen. Und das Wort sparen natürlich. Mit am Donnerstagabend je 14 Vertretern standen sich SPD samt UBL sowie Grünen und CDU mit FDP und FWG Runde um Runde teils hartleibig gegenüber, als um sinnvolle und machbare Streichungen im Haushalt gestritten wurde.

Am Ende schienen alle so ermattet, dass die abschließenden Plädoyers zögerlich starteten und eher zahm, aber mit trefflichen Weisheiten gespickt, daherkamen („ein guter Kompromiss tut allen weh“, Holger Arndt, Grüne). Tatsächlich gab es keine einzige Gegenstimme, fünf Stadtverordnete, darunter geschlossen die Fraktion der FDP, enthielten sich der Stimme. Somit hofft man nun im Kneippheilbad, dass die Prüfbehörde im Homberger Landratsamt das Zahlenwerk für das laufende Jahr billigen wird.

Das Loch darin schrumpft zwar durch verminderte Ansätze besonders im Bereich des Bauhofes (um 200 000 Euro) erheblich, aber nach der Einarbeitung der Veränderungen wird die rote Zahl sich noch immer um 420 000 Euro bewegen. Die Besorgnis, ob das nach dem jüngsten Wiesbadener Sparerlass ausreichen wird, klang in der fast zweieinhalbstündigen Sitzung mehrfach an.

Wie berichtet erwartet Neukirchen 9,45 Mio. Euro an Einkünften, ausgegeben werden sollen nun rund 9,85 Mio.

Von Anne Quehl

Quelle: HNA

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