Zahl der Trauungen geht seit Schließung des Schlosses zurück

+
Verliebt, verlobt, verheiratet: Anna Lein, geborene Bryja, und Andreas Lein aus Spangenberg gaben sich im Ballsaal der Altstadtresidenz das Ja-Wort.

Spangenberg. Auf Schloss Spangenberg traut sich niemand mehr. Seitdem der Hotel- und Restaurantbetrieb vor genau einem Jahr geschlossen wurde, ist auch das Standesamt auf dem Schlossberg dicht.

Und auch im Rathaus können zurzeit keine Ehen geschlossen werden, weil dort renoviert wird. Das einzige Standesamt ist in der Altstadtresidenz, dort ist es im Ballsaal besonders schön.

Trotz dieser Alternative haben 2010 weniger Paare in Spangenberg den Bund der Ehe geschlossen. Besonders Brautpaare von außerhalb blieben fern.

Auf dem Spangenberger Schloss heirateten beispielsweise im Jahr 2009 noch 29 Paare, 2007 fanden sogar 41 von 50 Trauungen auf dem Schlossberg statt. Alternativ konnte man auch im Spangerberger Rathaus „Ja“ zum Ehegelöbnis sagen.

Jetzt kann das Trauzimmer auf Schloss Spangenberg auf Wunsch nur noch in den Sommermonaten genutzt werden – allerdings ohne Bewirtung. Das schlug sich in diesem Jahr auch auf die Zahl der Hochzeiten aus. Nur vier Paare vermählten sich auf dem Schloss.

Die Zahl der Trauungen in Spangenberg sank bis November auf 31 Stück. „Es fällt auf, dass besonders die auswärtigen Hochzeitspaare nicht mehr nach Spangenberg kommen“, erzählt der Standesbeamte Helmut Rahm. Tatsächlich kamen in diesem Jahr bisher nur neun Paare von außerhalb in die Liebenbachstadt. Zum Vergleich: 2009 waren es noch 19, 2007 sogar 29 Paare, die zueinander Ja sagten. Hintergrund

Quelle: HNA

Kommentare