Balhorner Friedhof wurde nach Unterbrechung an das Wassernetz angeschlossen

Zapfhahn sprudelt nun wieder

Wasser marsch: Balhorns Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer zapfte nach Fertigstellung der neuen Friedhofswasserleitung die erste Kanne Gießwasser. Foto: Michl

Balhorn. Erleichterung bei den Einwohnern des Bad Emstaler Ortsteils Balhorn und auch bei den Auswärtigen, die auf den beiden örtlichen Friedhöfen die Gräber ihrer verstorbenen Angehörigen pflegen. Seit Mitte dieser Woche spenden die Wasserhähne an den Zapfstellen auf dem neuen wie auch alten Friedhof wieder unbegrenzt das Gießwasser.

Eine Firma, die vor vielen Jahren den Zuschlag zum Verfüllen der Tongruben der einstigen Ziegelei erhielt, verlegte jetzt eine neue Wasserleitung. Dieses Projekt war zusammen mit der Sanierung der zwischen den beiden Friedhöfen verlaufenden Straße Wolfhager Weg Bestandteil des damaligen Verfüllungsauftrages. Im Klartext: die jetzt abgeschlossene Wasserleitungsinstallation, die Balhorns Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer auf 25.000 Euro schätzt, kostet die Gemeinde Bad Emstal keinen Cent. Ebenso nicht die Aufbringung einer neuen Teerdecke für den Wolfhager Weg.

Jahrelang gekämpft

Seit vielen Jahren hatte der frühere und heutige Balhorner Ortsbeirat um diese neue Leitung gekämpft, doch immer vergeblich. Ortsvorsteher Karl-Heinz Dorer gelang es dann endlich, die Verantwortlichen beider Parteien, Firma und Ortsbeirat, im Amtszimmer von Bürgermeister Ralf Pfeiffer an einen Tisch zu bringen. Dabei wurde eine Einigung der firmlichen Kostenzusage erzielt.

Das Wasser für den Friedhof kam bisher von der Gemarkungsquelle Holzkirchen. Von dort verlief eine Leitung bis zum vom Friedhof 100 Meter entfernten Wasserbehälter Schafstränke und weiter zu den Friedhofszapfstellen. Die gefasste Quelle Holzkirchen sprudelt zwar weiterhin, doch die Transportleitung bis zum Behälter war vermutlich an mehreren Stellen defekt und ließ kein Wasser mehr fließen.

Deshalb wurde der Schafstränkebehälter drei bis vier Mal im Jahr mit Wasser aus dem Gemeindenetz gefüllt. Das hat jetzt mit der Inbetriebnahme einer frostsicher verlegten Wasserleitung ein Ende.

Toilette ganzjährig offen

Dadurch, so Ortsvorsteher Dorer, ist auch gewährleistet, dass die an angeschlossene Toilette in der Friedhofshalle durchgängig das ganze Jahr von den Besuchern des Friedhofes sowie bei Begräbnissen genutzt werden kann.

Von Reinhard Michl

Quelle: HNA

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