Laura Zarina und Lilit Grigoryan konzertierten in der Stadthalle Homberg

Zart, lebendig und feurig

Laura Zarina an der Violine und Lilit Grigoryan am Flügel bewegten das Publikum in der Homberger Stadthalle mit ihrem facettenreichen Spiel. Foto: Hintzmann

Homberg. Ein besonderes Konzert hatten der Homberger Kulturring und die Stadt Homberg als Veranstalter den Besuchern versprochen – und dieses Versprechen haben sie gehalten. Die Violinistin Laura Zarina und Pianistin Lilit Grigoryan erfüllten am Sonntagnachmittag in der Stadthalle Homberg Werke von Beethoven, Ravel und Schumann mit Leben.

Bereits zum dritten Mal waren Zarina und Grigoryan in Homberg zu Gast gewesen, berichtete die Vorsitzende des Kulturrings, Christine Beutelhoff. „Beide Musikerinnen streben Solokarrieren an“, ergänzte sie. Daran zweifelte nach dem eineinhalbstündigen Konzert wohl auch keiner der 60 Zuhörer.

Große Harmonie

Als eine besondere Sonate bezeichnete Laura Zarina das erste Stück, Beethovens Sonate in A-Dur (Opus 30 Nr. 1), das er 1802 komponiert hatte. Das Stück sei elegant, zart und ganz besonders, weil es kein großes Finale enthalte. Ursprünglich sollte das Werk ein Presto im 6/8-Takt werden, dann aber habe Beethoven für das Finale einen Variationensatz geschrieben. Der feine, aber leicht geschärfte Ton von Laura Zarinas Violine harmonierte mit dem Flügel von Lilit Grigoryan.

Ravels „Tzigane“ beschäftige sich mit einem ungarischen Zigeunerthema, erläuterte Zarina das zweite Stück, das Träume, Hoffnungen und Liebesleid beinhaltet. Vom satten Klang der G-Seite am Anfang bis zum effektvollen zigeunerischen Schluss – die brillante Darbietung belohnte das Publikum mit starkem Beifall.

Robert Schumanns Sonate Nr. 2 in vier Sätzen bildete den zweiten Teil des Konzerts mit sanften, aber auch lebhaften Melodienfolgen. „In nur einer Woche hatte Schumann die komplette Sonate geschrieben“, betonte Zarina. Erst nach viel Beifall und einem Zigeuner-Tanzlied mit feuriger Virtuosität durften die Künstlerinnen die Bühne verlassen.

Von Gunda Hintzmann

Quelle: HNA

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