Ex-Grüner Eroglu auf der Suche nach einer politischen Heimat

Zarte Bande zur FWG

Engin Eroglu

Schwalm-Eder. Der ehemalige grüne Kreis- und Kommunalpolitiker Engin Eroglu hospitiert bei der Kreistagsfraktion der FWG. Eine Entscheidung, den Freien Wählern beizutreten, sei halte er sich offen, sagte Eroglu gegenüber der HNA.

Im Januar hatte der 30-Jährige nach über 15 Jahren den Grünen überraschend den Rücken gekehrt und war aus Partei und Kreistagsfraktion ausgetreten. „Es war eine emotionale Entscheidung damals“, sagte Eroglu, der manche Entscheidung politisch nicht mehr vertreten konnte. Dennoch habe ihn die Forderung des Grünen-Fraktionssprechers, Hermann Häusling, sein Kreistagmandat zurück zu geben, auch enttäuscht: „Ich mit immer noch zu 49 Prozent grün.“

Nach dem Austritt seien andere Parteien auf ihn zugekommen und hätten ihn zu Gesprächen eingeladen. Gefallen hätten ihm der Umgang, die Art der Entscheidungsfindung und Diskussion bei den Freien Wählern. Dabei habe sich gezeigt, dass die FWG über mehr Einfluss auf die Kreispolitik verfüge, als er vermutet habe. Vor allem die enge Verbindung zwischen Wählern und Abgeordneten sowie das Aufgreifen von Themen hätten ihm zugesagt.

Kritisch stehe er nach wie vor dem Bau der A 49 gegenüber. „Die Mehrheit der Bevölkerung möchte die Straße.“ Deshalb spreche er sich für den Bau bis zur A 5 aus. Ein Ende in Schwalmstadt dürfe es nicht geben, denn „ein zweites Borken brauchen wird nicht“. Leidenschaftlich streiten möchte er sich dagegen wegen des Eingriffs in die Natur durch den Autobahnbau.

Erfreut zeigte sich FWG-Fraktionschef Willi Werner über den personellen Zuwachs. Nach der ersten Fraktionssitzung habe sich eine gute Zusammenarbeit vor allem bei wirtschaftlichen Themen abgezeichnet. Ob Eroglu der FWG beitritt, will Werner offen lassen. Schnell sei es damals beim Wechsel von Frank-Martin Neupärtl von der CDU zur SPD gegangen, erinnert sich. Werner. „Wir hoffen darauf, drängen aber nicht.“(ras)

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

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