Gotteshaus in Herlefeld hat einen neuen Anstrich bekommen

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Zarte Farben, helle Kirche: Die Wände der Herlefelder Kirche sind frisch renoviert. Ehrenamtliche Helfer, darunter Bianca Sander, links, und Reinhold Pfetzing, Mitte, haben 270 Arbeitsstunden geleistet. Auch Pfarrer Michael Schümers, rechts, half, die alte Farbe von den Wänden zu kratzen.

Herlefeld. Gerade rechtzeitig zu Heiligabend konnten die Herlefelder ihre frisch renovierte Kirche wieder beziehen. Offiziell soll das Gotteshaus in einem Festgottesdienst am Sonntag, 19. Februar, ab 14 Uhr wieder eingeweiht werden. Auch Dekan Rudolf Schulze wird dazu erwartet.

Ein freundlicher, cremefarbener Farbton wurde für die Wände der Kirche ausgewählt und lässt sie in hellem Licht erstrahlen. Schlichter Blickfang sind zwei Sprüche in zartem Grau links und rechts von der Kanzel. Einer stammt aus den zehn Geboten, einer aus der Bergpredigt.

Sanierung Schritt um Schritt: 2005 wurde der Herlefelder Kirchturm saniert. Archivfoto: privat 

Bianca Sander hat die Buchstaben nach Schablonen von Kirchenvorsteher Reinhold Pfetzing sorgfältig ausgemalt. Das Künstlerische liegt ihr. Sie ist gelernte Glasveredlerin mit Schwerpunkt Gravur. Allerdings arbeitet sie heute schlicht als Verkäuferin, erzählt die junge Mutter. Von ihrer Kreativität profitieren die Christen im Landetal dennoch: Bianca Sander verziert auch die Osterkerzen für die Dorfkirchen.

50.000 Euro wurden seit September in die Kirche investiert. Die jetzt zu Spangenberg gehörende Kirchengemeinde Herlefeld hat allein 14.000 Euro als freiwilligen Gemeindebeitrag zugeschossen. Über diesen Beitrag der Dorfgemeinschaft freut sich Michael Schümers ganz besonders.

Neben einem neuen Innenanstrich hat die Kirche auch eine neue Heizung bekommen. Die Gottesdienstbesucher sitzen nun auf warmen Bänken. Vorher gab es beheizte Fußstützen. Im Altarraum wurden zudem Sandsteinplatten verlegt.

Sechs Kirchenvorsteher und acht andere freiwillige Helfer haben insgesamt 270 Arbeitsstunden für die Renovierung geleistet. Schmutzig ging es im September los: Die freiwilligen Helfer kratzten die alte Farbe, eine Mischung aus Kalk- und Dispersionsfarbe, von den Wänden, damit Malermeister Hubert Wohlgemuth mit seiner Arbeit beginnen und die neue, diesmal reine Kalkfarbe auftragen konnte.

Die Herlefelder Kirche stammt aus dem 19. Jahrhundert. Ihr Turm aus dem 16. Jahrhundert wurde 2005 saniert. Seither schlagen die Klöppel im Kirchturm vier Glocken an: eine alte und drei neue Bronzeglocken – unser „kleiner Dom“, sagt Michael Schümers.

Von Silke Schäfer-Marg

Quelle: HNA

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