Zum Abschluss des Weihnachtsmarktes: Wiener Saitenspiel-Duo gastierte am Sonntag in der

Zartes Zupfen, sanftes Streichen

Gershwin, Piazzolla und Tschaikowski: Nando und seine Tochter Katrina Szederkenyi begeisterten am Sonntagabend das Publikum in der Ziegenhainer Schlosskirche. Foto: Rose

Ziegenhain. Zum Abschluss des Weihnachtsmarktes in Ziegenhain organisierte die C.H.-Schmitt-Stiftung in Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirchengemeinde Ziegenhain ein besonderes Konzert: Zu Gast war am Sonntag das Wiener Saitenspiel-Duo Nandor Szederkenyi und seine Tochter Katrina. Die Zuhörer ließen sich verzaubern vom harmonischen Zusammenspiel von Violine und Harfe.

Die Klangreise begann mit Werken des französischen Komponisten Jean-Michel Damase. Der Sohn der Harfenistin Micheline Kahn lernte bereits mit fünf Jahren die ersten Instrumente. Mit Neun begann er zu komponieren. Damases umfangreiches kompositorisches Werk umfasst Opern, Ballette und Filmmusiken, Kammermusik, Instrumentalkonzerte, Stücke für Soloinstrumente sowie Vokalmusik. Die Gäste in Ziegenhain lauschten einer Sonate für Harfe und Violine. Aus der Feder von Marcel Tournier, einem französischen Harfenist, Komponist und Musikpädagoge interpretierte das Duo eine die Zuhörer sanft umschmeichelnde Serenade.

Mit „Scherzo-Fanaise“ würdigten die Musiker die Komponistin Henriette Renie. Expressivere Klänge des argentinischen Bandoneon-Spielers und Komponisten Astor Piazzolla erfüllten dann das Kirchenschiff. Piazzolla, der als Begründer des Tango Nuevo, einer Weiterentwicklung des traditionellen Tango Argentino, gilt, schrieb mit Café 1930 und Night-Club 1960 zwei perfekt auf das Duo passende Werke voller Leichtigkeit und eingängiger Rhythmik.

In der Tonsprache schmeichelnder ging es in Camille Saint-Saens „Fantaisie“ zu. Die Nussknacker-Suite zählt wiederum zu Tschaikowskis bekanntesten Orchester-Suiten. Daraus interpretierten Vater und Tochter unter anderem den „Tanz der Zuckerfee“ und den „Blumenwalzer“. Mit Gershwins „Summertime“ verabschiedeten sich Nandor und Katrina Szederkenyi vom Schwälmer Publikum – das würdigte die Klangreise mit reichlich gespendeten Applaus. (zsr)

Quelle: HNA

Kommentare