Countertenor begeisterte sein Publikum

Der Zauber einer hohen Stimme

Animierte das Publikum zum Mitsingen: Countertenor Oswald Musielski. Foto: Heist

Treysa. Stimmgewaltig und bestens aufgelegt präsentierte sich Countertenor Oswald Musielski am Freitagabend in der Heilig-Geist-Kirche in Treysa. 160 Konzertbesucher, darunter Familienangehörige, Freunde, Fans und Gesangskollegen, waren gekommen, um die außergewöhnliche Stimme des gebürtigen Polen zu hören.

Im Dunkel der Kirche blickte das Publikum erwartungsvoll dem Auftritt Musielskis entgegen. In Schwarz gekleidet, schritt der Sänger in Glitzerschuhen von der Empore durch den Mittelgang zum Altar ins Scheinwerferlicht.

Unter dem Titel „For You“ präsentierte er ein zweistündiges Programm mit bekannten Melodien aus Musical, Klassik und Pop und stellte eindrücklich seine stimmlichen Qualitäten unter Beweis. Gleich mit dem ersten Lied, „Run“ von Leona Lewis, zog er die Konzertbesucher in seinen Bann. „Wenn Sie Lieder hören, die Ihnen gefallen, singen Sie ruhig mit“, ermutigte er sein Publikum, das sich jedoch nicht so recht traute.

Musielski versprach Romantisches und sang „Unchained Melody“, bevor er mit „Dance With My Father Again“ ein Lied des R&B-Sängers Luther Vandross vortrug und den ersten Teil des Konzertes zur großen Freude seiner Zuhörer mit Giuseppe Verdis „Libiamo ne’ lieti calici“ beschloss.

Im schwarzen Paillettenoberteil trat der Sänger nach der Pause zurück ins Rampenlicht. Vom Publikum wurde er begeistert empfangen. Er entführte die Konzertbesucher in die Welt der Musicals und blickte auf die Zeit seiner Musicalanfänge mit Karin George zurück. Ausdrucksstark interpretierte er die beiden Whitney Houston-Hits „I Have Nothing“ und „I Will Always Love You“ sowie Leonard Cohens „Hallelujah“. Mit „Faith“ präsentierte Musielski ein neues Werk; und mit „The Rose“ gelang es ihm schließlich doch, das Publikum zum Mitsingen zu animieren.

„Heute haben Sie mich persönlich kennengelernt.

So bin ich“, verabschiedete sich der Countertenor vom Publikum, das ihn frenetisch feierte und nicht ohne Zugabe gehen ließ.

Von Kerstin Heist

Quelle: HNA

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