Tag der offenen Tür am Samstag

Zehn Jahre Awo-Altenzentrum Spangenberg

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Begegnung statt Vereinzelung: Stefan Kundelov, Leiter des Awo Altenzentrums Spangenberg, legt Wert auf viele Gespräche, so wie hier mit Marie Meiler (links) und Martha Pfeiffer.

Spangenberg. Marie Meiler hat nicht vor umzuziehen: Die 87-Jährige fühlt sich im Spangenberger Altenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (Awo) rundum wohl. "Wenn ich hier wegginge, würde den anderen doch meine laute Schnudde fehlen," sagt die ehemalige Gastwirtin, die viele Jahre lang den Felsberger Ratskeller führte.

Heute führt die ehemalige Wirtin ein wesentlich ruhigeres Leben. Sie weiß das zu schätzen: "Es geht mir hier gut", sagt sie.

Michael Schmidt, Geschäftsführer der Awo Nordhessen, hört solche Sätze gerne. Denn Marie Meiler beschreibt genau das, was die Awo anstrebt: Ein Umzug ins Altersheim, sagt Schmidt, bedeute heute einen großen Gewinn an Lebensqualität.

Das will die Awo am Samstag, 16. November, bei einem Tag der offenen Tür all jenen zeigen, die das Thema Pflege und Leben im Alter angeht: Kinder, die eine lebenswerte Unterbringung für ihre Eltern suchen oder Senioren, die nicht einsam in einem zu groß gewordenen Haus sein wollen, oder auch Kranke, die Betreuung und Pflege brauchen.

Das Spangenberger Altenzentrum, sagt dessen Leiter Stefan Kundelov, sei seit 2003 auf all diese Bedürfnisse spezialisiert. Die Einrichtung bietet seit zehn Jahren 70 stationäre Plätze und zehn Plätze in der geriatrischen Kurzzeitpflege.

Das Haus zähle viele Stammgäste, sagt der 39-Jährige, denn es biete ein schlüssiges Konzept: Es schließt auch Behandlungen in den ergo- und physiotherapeutischen Praxen ein, die sich im Haus befinden.

Das scheint bei den Senioren aus dem Einzugsgebiet Spangenberg, Morschen und Hessisch-Lichtenau gut anzukommen: Um die neun Gäste kommen in jedem Monat, um die Zeit zu überbrücken, in der Angehörige im Urlaub und sie daheim ohne Betreuung sind. Viele nutzten das Angebot der Kurzzeitpflege als willkommene Abwechslung vom Alltag, sagt Michael Schmidt. Denn das gesellige Angebot sei groß, dafür sorgten auch die vielen ehrenamtlichen Kräfte aus der Umgebung, die mit den Bewohnern spielen, backen, spazieren gehen, sie mit Literatur und Geselligkeit versorgen.

All diese Angebote wollen Stefan Kundelov und sein Team am Samstagnachmittag den Besuchern des Tags der offenen Tür vorstellen.

Die können die Wohnbereiche und die Reha-Praxen besichtigen, alle Bereiche und Dienstleistungen kennenlernen, Informationen zu Pflegeversicherung und Essen auf Rädern bekommen, zwei Fotoausstellungen anschauen und klassische Musik hören, für Kinder gibt es Schminkaktionen.

Am Samstag sind alle willkommen: Die, die bereits Senioren sind, und die, die erst noch Senioren werden.

Von Claudia Brandau

Quelle: HNA

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