Zehn von 400 Sammelstationen für Hunde-Kot bundesweit stehen in Fritzlar

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Übergabe der Dog-Station: Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange (links) und Manfred Walter von der Herstellerfirma Pro Humanis.

Fritzlar. Einen kurzen Moment nicht aufgepasst und "flatsch!" - schon klebt der Hundehaufen unter der Schuhsohle. Für Fritzlarer brechen nun bessere Zeiten an.

Am Mittwoch wurde die zehnte Dog-Station am Englischen Platz in der Domstadt übergeben. An diesen Stationen können Hundebesitzer den Kot ihrer Vierbeiner in einer kostenlosen Tüte entsorgen. Der Mülleimer ist schon im Automaten integriert.

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Zahlreiche Sponsoren sind an diesem Projekt beteiligt. Die etwa 800 Euro teuren Sammelstellen für Hundekot werden aus Werbeeinnahmen finanziert. Die Stadt Fritzlar ist für die Bestückung der Automaten zuständig. "Eigentlich sollte das Entfernen des Hundekots durch Herrchen oder Frauchen selbstverständlich sein. Aber das scheint zu viel verlangt", sagt Bürgermeister Karl-Wilhelm Lange.

Im März wurde der erste Automat in Fritzlar installiert. Zwei weitere stehen in den Stadtteilen Ungedanken und Züschen. Alwin Albert vom Ordnungsamt Fritzlar bestätigt, dass seitdem die Straßen sauberer seien.

Die Folgen, wenn Hundebesitzer die Hinterlassenschaften ihrer Vierbeiner unbeachtet liegen lassen, können weitreichend sein. "Verrichtet beispielsweise ein Hund sein Geschäft auf einem Kleeacker, so kann der Bauer das Heu nicht mehr verfüttern. Die Tiere fressen es nicht", erklärt Manfred Walter von der Herstellerfirma Pro Humanis.

Bürgermeister Lange ist zuversichtlich: "Schon das Engagement der Sponsoren zeigt doch das große Interesse an einer sauberen Stadt."

Von Isabell Stephan

Quelle: HNA

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