Die Zeit des Umbruchs: Ausstellung zum Kriegsende 1945

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Das Ende des Zweiten Weltkriegs: Die Bilder stammen von der 6. Panzerdivision unter General Patton, die im März 1945 Nordhessen in Nordhessen vorrückten.

Homberg. Vor 70 Jahren, am 8. Mai 1945, endete der Zweite Weltkrieg. Zu diesem Jahrestag haben Ulf-Dieter Fink und Gunnar Krosky mit Schülern eine Ausstellung und eine Gesprächsrunde vorbereitet.

Beteiligt sind Schüler der Erich Kästner-Schule und die AG „Schule ohne Rassismus“ des Bundespräsident-Theodor-Heuss-Gymnasiums unter der Leitung von Thomas Schattner.

Dazu werden am Freitag, 8. Mai, auf dem Gelände der Erich-Kästner-Schule (EKS) die Schüler beider Schulen an 20 Tischen das Ende des Zweiten Weltkrieges in Homberg und Umgebung beleuchten. Beginn der Ausstellung ist um 17 Uhr, Ende gegen 20 Uhr. Kurzvorträge und originale Textdokumente wie beispielsweise die Tagebücher von Heinrich Ruppel sowie Berichte amerikanischer Soldaten sind an den Tischen zu hören und zu sehen. Dabei hoffen die Schüler, mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Am 30. März 1945 endete für die Bewohner Nordhessens der Zweite Weltkrieg. Damit begann ein neues „Zeitalter“ unter ganz anderen Vorzeichen. Nichts war mehr wie zuvor: Eine deutsche Zentralregierung gab es nicht mehr. Wirtschaft und Infrastruktur waren zerstört und zwei Drittel der Menschen waren obdachlos, ausgebombt, evakuiert oder verschickt. Millionen Menschen waren auf der Flucht oder aus der Heimat vertrieben. Es herrschte Chaos.

Für viele in Nordhessen, einer ehemaligen Hochburg der Nationalsozialisten, ging eine Welt unter. Dennoch war der Übergang in die neue Welt im Raum Homberg-Wabern-Fritzlar unterschiedlich, wie es die Ausstellung an der EKS widerspiegelt. Textdokumente aus der Zeit, allen voran die Tagebuchblätter von Heinrich Ruppel, die Homberg betreffen, nehmen großen Raum ein. Dazu kommen Ereignisse des Jahres 1944 und Ereignisse nach dem 30. März 1945, die eng mit dem Kriegsende zusammenhängen. So werden der Homberger Volkssturm vom November 1944 und das im Februar 1945 gegründete Lazarett in der August-Vilmar-Schule (heute THS) thematisiert. Aber auch eine Wabernerin, die als kleines Mädchen ihre erste Puppe von einem farbigen GI erhielt. Erstmals werden auch US-amerikanische Quellen vorgestellt, die unter anderem von einem Häuserkampf in Malsfeld und der Todesangst eines US-Soldaten südlich von Kassel berichten. (nh/ras)

Quelle: HNA

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