Zeitbombe tickt in Bruchwiesen: Giftstoffe in Grundwasser nachgewiesen 

Bohrung in den Bruchwiesen: Klaus Dörner, von einer Kasseler Spezialfirma, nimmt Bodenproben. Foto: zih

Wolfhagen. Eine Zeitbombe tickt in den Wolfhager Bruchwiesen: Bei aktuellen Untersuchungen einer Kasseler Firma wurde jetzt der giftige Stoff Napthalin im Grundwasser nachgewiesen. Ein aus dem ehemaligen Gaswerk stammender teerhaltiger Stoff, der Mitte der 60er Jahre in den Bruchwiesen abgelagert wurde.

Dies war für die Stadt keine Überraschung, da man um gefährliche Stoffe auf der ehemaligen Mülldeponie wusste.

Betroffen ist die weitläufigen Rasenfläche direkt neben dem vom Bürger-Angel-Sport-Verein Wolfhagen betreuten Bruchwiesen-Fischteich, der Freizeitanlage mit Schutzhütte sowie dem Wohnmobilstellplatz.

Es ist bereits beschlossene Sache, die Bruchwiesen-Altlasten zu entfernen. Die Kosten werden auf 1,8 Millionen Euro geschätzt. Das belastete Bodenmaterial soll auf eine geeignete und dafür bestimmte Deponie gebracht werden. Es handelt sich immerhin um 15.000 Kubikmeter Erde. Das dadurch entstandene Loch wird wieder verfüllt, die Erde lagert bereits vor Ort.

Momentan führt das Fachunternehmen weitere Bohrungen aus, um festzustellen, wie weit sich die unter der Erde steckenden Altlasten bis zur vorbeiführenden Straße erstrecken. Fündig wurde Klaus Dörmer, Mitarbeiter des Baugrund-Instituts, schon in zweieinhalb Meter Tiefe direkt neben der Straße. Bohren kann er mit seinem Spezialbohrer sieben Meter tief. (ewa/zih)

Quelle: HNA

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