Ziegen halten Hang am Amberg ordentlich

Fritzlar. Lange ist der unbebaute Hang am Fritzlarer Amberg niemandem aufgefallen. Doch über die Jahre sammelte sich dort der Müll, die Bäume waren in einem schlechten Zustand und das Unkraut wucherte.

Für viele Menschen in Fritzlar war die Fläche des Bistums zwischen Dom und Ursulinenschule kein romantischer Obstgarten mehr, sondern eine grüne Hölle.

Das ist jetzt anders. Die Hangfläche ist aufgeräumt und elf Ziegen sorgen dafür, dass das Unkraut nicht so bald wiederkommt. Neun Helfer des Vereins Juko, der sich um arbeitslose junge Menschen kümmert, haben die Fläche aufgeräumt und gerodet.

Über drei Monate schafften die jungen Leute 160 Säcke Müll weg und entfernten containerweise Unkraut und totes Holz. "Der Hang war völlig zugewachsen", sagt Dr. Ulrich Skubella vom Verein ProFritzlar. "Es war Zeit, dass dort etwas passiert."

Die Stadtführergilde von ProFritzlar hatte auf den Zustand des Gartens aufmerksam gemacht, da bei einem Stadtrundgang der verwilderte und vermüllte Hang von Touristen nicht zu übersehen war. Initiiert wurde die Aktion von Juko, ProFritzlar und dem Bistum Fulda. Unterstützt wurden sie dabei von der Ursulinenschule und der Stadt.

Über Jahre wurden auf der Fläche nur die notwendigsten Arbeiten verrichtet. "Zweimal im Jahr wurden Büsche und Bäume wieder grob gestutzt", sagt Hermann-Josef Walk, ehemaliger Bautechniker des Bistums. "Es hat Spaß gemacht, aber es war auch sehr anstrengend", sagen Jens Kniep und Tobias Seibel von Juko. Beim Aufräumen und Roden mussten die Helfer ständig den steilen Hang rauf- und runterlaufen. "Und das mit der Schutzkleidung. Die Hose wog allein 1,5 Kilogramm." Beide würden dennoch gern im Forstbereich weiter arbeiten.

Die Ziegen werden voraussichtlich das ganze Jahre über auf der Fläche grasen. "Die fühlen sich hier pudelwohl", sagt der Fritzlarer Hobbyziegenhalter Fanz-Josef Ludwicsak. ProFritzlar wird sich um die Pflege des Hanges kümmern.

Von Heike Wagner

Quelle: HNA

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