Ziegenhainer Salatkirmes: Feuerwehrübung und Lattchen am Montag

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Voller Einsatz für die Übung: Zehn Mitglieder der Jugendfeuewehr in Ziegenhain halfen beim Löschen eines Hauses in der Kasseler Straße mit. 

Ziegenhain. Dicker, schwarzer Rauch steigt aus dem Haus an der Kasseler Straße, es sollen noch Menschen in dem Gebäude sein. Zum Glück nur eine Übung - mit der die Feuerwehr in Ziegenhain um Nachwuchs warb.

Vollalarm - so nannte Hans-Joachim Barwe die Übung in der Kasseler Straße im Haus Rehberg. Der stellvertretende Vorsitzende der Feuerwehr Ziegenhain erklärte den Einsatz, bei dem erstmals auch die Jugend die Führungsrolle einnehmen durfte: Zehn Mitglieder der Nachwuchsfeuerwehr probten den Einsatz mit Atemschutzgeräten und an der Wasserspritze.

Stellvertretender Vorsitzender der Feuerwehr Ziegenhain: Hans-Joachim Barwe. 

„Natürlich ist es keine vollwertige Atemschutzausrüstung“, erklärte Barwe den vielen Schaulustigen, die den traditionellen Einsatz zur Salatkirmes beobachteten, „diese haben etwa das Gewicht eines Schulranzens.“ Trotzdem arbeiteten die jungen Lebensretter schon wie die großen, trugen die Verletzten aus dem Haus, übergaben sie den Mitarbeitern des Roten Kreuzes, während die Einsatzabteilung den Einsatz unterstützte, leitete und beobachtete. Rund 25 Minuten nach dem Alarm konnte Wehrführer Jan Pukat melden: „Feuer aus.“

Der traditionelle Übungseinsatz dient als Werbeaktion für die Arbeit der Feuerwehr. „Wie sie sehen, haben sich unsere Reihen zuletzt etwas gelichtet“, sagte Wehrführer Pukat im Anschluss an die Übung. Deswegen halfen erstmals die Jugendlichen bei der Übung mit um für den Dienst an der Wasserspritze zu begeistern. Ganz prominent scheidet in diesem Jahr auch Hans-Joachim Barwe aus, unter den Kameraden „Urmel“ genannt. Der 60-Jährige scheidet nach 40 Jahren aus dem aktiven Dienst aus.

Feuerwehrübung in Ziegenhain mit Jugendabteilung

Geehrt und befördert

Im Anschluss wurden folgende Kameraden befördert: Heike und Tom Helwing zu Feuewehrfrau und -mann, Jannik Jobst und Lukas Dietrich zum Oberfeuerwehrmann, Mirko Hahn zum Löschmeister, Marcel Ochs zum Oberlöschmeister und Karsten Linke zum Brandmeister.

Außerdem wurden geehrt: Tanja Regenbogen, Katja Frömel-Dreißigacker (25 Jahre Mitglied), Klaus Schwalm (40 Jahre), Klaus Schwalm (40 Jahre), Heinz Schindler (70 Jahre).

Ebenfalls Tradition: Anschließend wurden im Zelt neue Anwohner „gelattcht“. Sieben Neubürger wurden mit einem Salatkopf am Arm in die Dorfgemeinschaft aufgenommen.

Sieben Neubürger "gelattcht"

Hier wird „gelattcht“: Neubürger Sven Riebeling steigt mit einem Salatkopf in die Luft.

Die Ziegenhainer haben am Kirmesmontag außerdem ihre Neubürger traditionell im Kirmeszelt begrüßt - zumindest jene, die sich trauten. Sieben neue Bewohner des Schwalmstädter Stadtteils wurden „gelattcht“: Unter Fanfaren und mit einem Salatkopf am Arm - das Gemüse wird auf schwälmisch „Lattch“ genannt - wurden die neuen Mitbewohner von den Mitgliedern der Feuerwehr Ziegenhain dreimal unter das Zeltdach der Salatkirmes gehoben. Gemeldet hatte sich dazu auch der gebürtige Wasenberger Sven Riebeling (Foto). Egal ob jung, ob alt - alle, die sich freiwillig gemeldet hatten, wurden mit Name, Wohnort, Herkunft und Hobbys genannt. Die Infos hatte Hans-Jörg Keller, Vorsitzender der Freiwilligen Feuerwehr in Ziegenhain, zusammengetragen und auf der Bühne im Festzelt verlesen, bevor es für die neuen Mitglieder der Dorfgemeinschaft unter dem Jubel der Feuerwehrkameraden hoch in die Luft ging.

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Quelle: HNA

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