Selbsthilfegruppe "Unsere besonderen Kinder" steht für mehr Toleranz und Integration

Schwalm-Eder. Die Selbsthilfegruppe „Unsere besonderen Kinder“ wurde im Jahr 2001 gegründet und besteht heute aus 40 Familien mit 147 Mitglieder, die ein Kind mit Behinderung haben und im Schwalm- Eder-Kreis leben.

Der gemeinnützige Verein, der in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen feiert, sieht seine Aufgaben darin, betroffenen Familien Hilfe zur Selbsthilfe und Unterstützung zu geben. Dazu gehören unter anderem regelmäßige monatliche Treffen der Familien, Informationsveranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Elternstammtische und vieles mehr.

Für seine Mitglieder organisiert der Verein ein heilpädagogisches Musikangebot. Ebenso gehören heiltherapeutisches Reiten und Psychomotorik für die Kinder mit Behinderung und auch deren Geschwisterkinder zum Angebot. Zurzeit nehmen 25 Kinder die Angebote wahr. Alle drei Angebote werden professionell, von ausgebildeten Fachkräften geleitet.

Grundsätzlich ist der Verein offen für Mitglieder mit jeder Art von Behinderung. So gibt es im Verein zum Beispiel Kinder mit Down-Syndrom und Williams-Beuren-Syndrom (beides genetische Defekte). Weiter gibt es entwicklungsverzögerte Kinder, früh geborene Kinder, Kinder mit Körperbehinderung und Kinder mit epileptischen Anfällen.

Jede Familie, in der ein „besonderes Kind“ heranwächst, befindet sich in einer besonderen Verantwortung und muss schwierige Situationen meistern. Es sind enorme Anstrengungen und viel Kraft nötig, um das Kind optimal zu fördern.

Erfahrungs- und Informationsaustausch mit Fachleuten, wie Pädagogen und Therapeuten bilden einen wichtigen Bestandteil der Vereinsarbeit.

Die Toleranz und Akzeptanz von Kinder und Menschen mit Behinderung in unserer Gesellschaft ist oft Thema der Diskussion in der Gruppe. Die Integration behinderter Kinder in Kindergärten, Schulen liegt dem Verein besonders am Herzen. Es ist auch Ziel, die „Inklusion“, die gemeinsame Betreuung behinderter und nichtbehinderter Kinder, zu erreichen, die in der UN-Behindertenrechtskonvention verankert ist. (red) • Kontakt: Silke Köster, Tel. 0 56 84/93 02 60 oder Jutta Pippert, Tel. 0 56 83/93 00 76.

Quelle: HNA

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