Profispieler Andreas Thöne hat Disc-Golf-Anlage am Frielendorfer Silbersee geplant

Zielen, werfen, einlochen

Frielendorf. Golfer reden von Driving und Putten, von Par, Birdie und Bogey – Andreas Thöne ist ebenfalls Golfer. Doch der Caldener braucht für seinen Sport weder Schläger noch weiße Bälle. Sondern Frisbee-Scheiben und Metallkörbe.

Der 46-Jährige ist Disc-Golfer. Und einer der Erfolgreichsten noch dazu. Der zweifache deutsche Meister ist nicht nur ein leidenschaftlicher Spieler, er plant und baut auch Anlagen. Ein meisterschaftstaugliches Areal ist jetzt am Frielendorfer Silbersee entstanden.

Dort gab es bis dato einen Parcours mit neun Bahnen: „Das ist für ambitionierte Disc-Golf-Spieler einfach zu wenig“, erläutert Thöne. Weitere neun Bahnen standen in den vergangenen Jahren auch am Edersee – jedoch mit mäßigem Zuspruch. Die Geschäftsführung des Ferienwohnparks hat sich entschieden, die neun Bahnen zu kaufen und die Anlage in Frielendorf zu erweitern. Am vergangenen Wochenende fand dort das erste Turnier der hochklassigen German Tour statt.

Thöne betreibt den Sport, seit 28 Jahren. Ziel ist es, die Frisbeescheiben mit möglichst wenigen Würfen in Körbe „einzulochen“. „Ich bin dem Flug der Frisbee einfach erlegen“, sagt der 46-Jährige. Dabei hat die Frisbee aus den 1980er-Jahren nichts mehr mit der heutigen Scheibe gemein: „Die waren aus Hartplastik. Moderne Scheiben sind aus deutlich weicheren und elastischeren Kunststoffarten“, erklärt der Profi. Besondere Fertigkeiten brauche es zunächst nicht, um den Sport auszuprobieren: „Vielleicht eine Affinität zu technischen Sportarten – denn es gilt, die Scheibe im richtigen Moment los zu lassen.“ Bereits mit sechs, sieben Jahren könne das Training beginnen. Deutschlands ältester Disc-Golfer sei 87 Jahre, erzählt Thöne.

Neue Disc-Golf-Anlage am Silbersee

Die Ausrüstung ist überschaubar: Frisbee-Scheiben – „davon hat jeder ehrgeizige Disc-Golfer mindestens 50“ – und festes Schuhwerk. Denn die Schwierigkeitsgrade der Anlagen variierten mit dem Gelände, erklärt Thöne. Die am Silbersee gehöre wegen ihrer Lage im Wald zu den mittelschweren.

Parcours ist selbsterklärend

Der Parcours sei weitestgehend selbsterklärend, ist der Profi überzeugt. Schilder weisen auf die Bahnen und die jeweiligen Abwurfmarkierungen hin. Die Frisbees sollten in den entsprechend bezifferten Körben aus Metall landen. Bei Profis erreichen die Scheiben dabei Geschwindigkeiten um die 120 Stundenkilometer. In Frielendorf kann die Anlage von jedermann bespielt werden. Scheiben verleiht die Rezeption. Gepflegt wird der Parcours künftig von Mitarbeitern des Ferienwohnpark und der Gemeinde.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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