Dreitägige Ansitzjagd auf Raubwild rund um Zierenberg

Mehrtägige Ansitzjagd auf heimische Raubwildarten

Zierenberg. Bereits zum 14. Mal fand am Wochenende eine mehrtägige Ansitzjagd auf die heimischen Raubwildarten Fuchs, Dachs, Waschbär sowie auch Krähenvögel statt.

76 Jäger aus 15 Wolfhager Altkreisrevieren erlegten dabei 136 Tiere (72 Füchse, 44 Waschbären, acht Dachse und zwölf Krähen.

Es ist eine noch nie dagewesene Strecke, die am Sonntagmorgen am Hohen Dörnberg auf einer Wiese unmittelbar neben dem Café Friedrichstein gelegt und nach waidmännischem Brauch vom Bläsercorps des Kreisjagdvereins Wolfhagen verblasen wurde.

Das Ergebnis dieser Ansitzjagd, die immer nach der Blattzeit (Paarungszeit des Rehwilds) gemeinschaftlich veranstaltet wird, sieht Jagdleiter Joachim Wadsack (Zierenberg) in der vor allem bei Füchsen und Waschbären „unheimlichen Population.“

Wadsack: „Uns geht es nicht um die pure Freude am Abschuss. Unsere Aufgabe ist es,, das Wild zu hegen und zu pflegen, damit sich ein artenreicher Wildbestand entwickeln kann und erhalten bleibt.“ Denn in einer Kulturlandschaft sei die Selbstregulierung nicht mehr vorhanden. Diesen Part müssen die Jäger übernehmen, um damit die Lebensgrundlagen aller freilebenden Wildtiere zu sichern.

„Unsere Arbeit ist Naturschutz pur“, erklärt Wadsack, „weil die stetig steigende Population des Raubwildes eine immer größere Gefahr für das Niederwild und die Vogelwelt darstellt.“ Mit der Ansitzjagd auf Raubwild versuchen die Jäger dagegenzusteuern.

Zudem profitieren auch die Menschen in der Region davon. Denn das geschossenen Raubwild wird vom Veterinäramt des Landkreises eingesammelt und an das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen in Gießen weitergegeben. Dort werden die erlegten Tiere auf die für Mensch und Tier gefährliche Viruserkrankung Tollwut untersucht.

Dafür müssen im Landkreis Kassel jährlich mindestens 47 Stück erlegtes Raubwild überprüft werden. Vor einigen Jahren waren es noch 103 Tiere. Da der hiesige Landkreis wie auch ganz Hessen seit über 20 Jahren jedoch tollwutfrei ist, hat man von Amts wegen die Zahl gesenkt. (zih)

Quelle: HNA

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