Zierenberger Eisenbahntunnel

Ringen um Erdaushub und Bau

Zierenberg. Das Ringen um den Erdaushub, der beim Bau des neuen Zierenberger Eisenbahntunnels im Jahr 2015 anfällt, geht weiter. Wie wir berichteten, will die Stadt Zierenberg die Erde nach Burghasungen schaffen lassen, um dort einen Lärmschutzwall zu errichten.

Der TSV Zierenberg sieht dies als vertane Chance und möchte den Aushub für sein ersehntes Sportgelände einsetzen. Sprecher Lothar Rietze kann die Argumente der Stadt nicht nachvollziehen. So seien bei der Planung Gebäude, Flutlichter und Parkplätze bereits finanziell kalkuliert worden und kämen nicht, wie Denn behaupte, dazu.

Die jährlichen Unterhaltungskosten von 50 000 Euro, die der Bürgermeister genannt habe, seien „aus der Luft gegriffen“. Zusätzlich zur bestehenden Infrastruktur kämen nur die Unterhaltungs- und Pflegekosten für den Kunstrasenplatz. Hier habe sich der TSV Angebote eingeholt. Die Kosten der Pflege durch eine Fachfirma lägen bei 2000 bis 3000 Euro pro Jahr. Diese würden aber unter bestimmen Voraussetzungen vom TSV übernommen.

Denn hatte gesagt, Untere Naturschutzbehörde, Abfalldezernat und die Wasserbehörde hätten bereit ihre Ablehnung für das TSV-Projekt signalisiert. Dazu Rietze: „Es gab den Vorort-Termin mit der Bahn, den zuständigen Behörden und uns. Sowohl der anfängliche ins Auge gefasste Standort im Nordbruch (Richtung Campingplatz), als auch der jetzt favorisierte Standort Im Hecklersiegen (Hinter dem Viadukt, zwischen Bahnhof und Viadukt gelegen) sind absolut genehmigungsfähig.“

Tatsächlich seien die Grundstückseigentümer im Nordbruch nicht bereit, ihre Grundstücke für das TSV-Projekt zu verkaufen, räumte Lothar Rietze ein. Anders sei die Situation aber bei den beiden Grundstücken am Viadukt. „Hier haben wir das klare Signal des Eigentümers der großen Parzelle für einen Verkauf zu marktüblichen Preisen erhalten“. (ewa)

Quelle: HNA

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