Die Freiwillige Feuerwehr Zierenberg rettet mit Duplo-Steinen ein Schwalbennest

Zierenberger Feuerwehr rettet Schwalbennest mit Duplo-Steinen

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Die Helfer: Die Kinder des Ahornwegs in Zierenberg (links) fanden aus dem Nest gefallene Schwalbenbabys, daher baute die Feuerwehr ein neues Nest.

Zierenberg. Als am frühen Sonntagabend einige Kinder des Ahornwegs bei Claudia Schubert vor der Tür stehen, ahnt sie noch nicht, dass in den nächsten Minuten die Feuerwehr von Zierenberg vor ihrer Wohnung stehen wird.

Denn die kleinen Bewohner der Straße haben gesehen, wie kleine Schwalbenbabys aus dem Nest unter dem Dach gefallen sind. In diesem Haus wohnt unter anderem Claudia Schubert. Bei genauerem Hinsehen wird klar: Es befinden sich zwei Schwalbennester über dem Eingang des Hauses, unterhalb des Daches. Eines war zu einer Seite sehr offen, sodass die kleinen Schwalben aus dem Nest fielen.

Das neue Nest: Mit Duplo-Steinen und einem Holzbrett konnte die Feuerwehr das Schwalbennest stabilisieren.

Claudia Schubert rief zunächst einen Tierarzt in Oberelsungen an. Dieser erklärte, dass die Babys nur in ihren Nestern überleben können und riet ihr deshalb, die Freiwillige Feuerwehr in Zierenberg anzurufen. Da das daneben liegende Nest frei zu sein schien, kam außerdem die Idee, die Babys in das freie Nest zu setzen. Um einen sicheren „Umzug“ der kleinen Vögel zu gewährleisten, machte sich die Feuerwehr von Zierenberg mit sieben Helfern auf den Weg zu den hilfebedürftigen Schwalben.

Hoch hinaus

Mit der Feuerwehrleiter ging es dann circa zehn Meter an der Hauswand hinauf, immer in Richtung der Schwalbennester. Der jüngste Feuerwehrmann in dieser Truppe stieg mutig auf die Leiter und erkannte, dass das zweite Nest nicht leer war, sondern dass sich auch hier Schwalbenbabys befanden.

Auch dieses Nest hing unsicher unter dem Dach, sodass man beschloss, unter einem Nest ein Brett anzubohren. Der junge Helfer sollte dann die Kleinen einzeln nach oben befördern. Doch damit war es noch nicht getan: Eine Seite des Nestes war immer noch offen, sodass die Schwalben erneut drohten herauszufallen.

Letzte Rettung: Duplo-Steine

Rettung: Der jüngste Helfer der Feuerwehr trug jedes Baby per Hand ins Nest.

Da kam die Idee, das Nest mit Duplo-Steinen zu stabilisieren. Diese Vorrichtung hielt auch stand und so trug der junge Feuerwehrmann nun die Schwalben einzeln nach oben und setzte sie in das neue, bunte Nest. Mittlerweile hatten sich mehrere Anwohner aus der Nachbarschaft versammelt, um diesem Spektakel beizuwohnen. Natürlich waren auch die Kinder, die das Nest und die Schwalbenbabys gefunden hatten, nicht vom Ort des Geschehens wegzudenken. Die Arbeit der Feuerwehr wurde von allen sehr gelobt und Claudia Schubert war froh, die Feuerwehr angerufen zu haben. Ob die Schwalbenmutter jedoch ihre Babys in dem Nest annahm, zeigte erst der nächste Morgen, denn da bekamen die Babys ihr erstes Frühstück im neuen Nest.

Quelle: HNA

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