Zirkusartisten in Grundschule Kleinenglis: Konzentriert beim Tanz am Seil

Sichtlich Spaß an der Sache: Die Drittklässlerin Sarah Leixa beim Seiltanz mit Zirkustrainerin Madeleine Lagrin in der Turnhalle Kleinenglis. Foto: Nieswandt

Kleinenglis. Einmal im Leben ein Löwe sein? Oder doch lieber ein Cowboy? Oder wie wäre es mit einer Seiltänzerin? Diese Qual der Wahl hatten die 85 Kinder der Grundschule in Kleinenglis bei ihrer Projektwoche zum Thema Zirkus in Zusammenarbeit mit dem Zirkus Oskani aus Dillich.

In vier Tagen werden die Erst- bis Viertklässler zu echten Artisten ausgebildet und stellen ihr Können dann bei einer Aufführung, die die Eltern und Lehrer besuchen, unter Beweis.

„Wir haben den Zirkus eingeladen, damit die Schüler lernen, Rücksicht zu nehmen, aber auch aus sich herauskommen und sehen, was sie alles leisten können“, betont Schulleiterin Heike Schwesig. Außerdem sei die zweistündige Aufführung eine gute Einweihung für die neue Turnhalle der Schule hoch oben am Berg.

„Die Kinder wachsen über sich hinaus und können sich wünschen, was sie machen möchten. Wir freuen uns immer, wenn alles geklappt hat und die Eltern stolz auf ihre Kinder sind“, sagt Oskar Richter vom Zirkus Oskani.

Dass die Kinder Spaß an der Sache haben, sieht man auf Anhieb, sie balancieren auf einem Seil, schwingen Lassos durch die Luft und turnen auf dem Boden. „Die Schüler können sich bewegen und ihre Motorik schulen und gleichzeitig, wenn sie nicht turnen, etwas über den Zirkus lernen“, fasst Sabine Werner, Lehrerin der Grundschule zusammen.

„Die Kinder wachsen über sich hinaus.“

Am Tag der Aufführungen bekommen die jungen Artisten dann extra Kostüme und zeigen, was die vier Zirkustrainer ihnen in dieser kurzen Zeit alles beigebracht haben.

Die Familien Richter/ Lagrin betreiben den Zirkus bereits in der achten Generation, seit 24 Jahren als Zirkus, seit über 20 bringen sie die Faszination für die Artistik in Schulen und so den Kindern näher. „Gerade für Schüchterne ist die Arbeit gut, außerdem wird für alle die Teamfähigkeit trainiert“, sagt Richter.

Das Leuchten in den Kinderaugen, während sie mit Feuereifer bei der Sache sind, dürfte ihm Bestätigung genug sein. (lin)

Quelle: HNA

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