Klaus Wassmuth genießt die Ruhe am großen Teich an der Wolfhager Rattenfalle

Teich an der Wolfhager Rattenfalle: Die Zivilisation scheint fern

Ort der Ruhe: Klaus Wassmuth vor dem großen Teich an der Wolfhager Rattenfalle, zu dem er nahezu täglich mit seiner Ehefrau spaziert. Foto:  Norbert Müller

Wolfhagen. Blätter rauschen sanft im Wind, Vogelgezwitscher, hin und wieder gluckst es irgendwo an der Wasseroberfläche, wenn ein Fisch kurz auftaucht. An den Teichen in der Rattenfalle im Wolfhager Stadtwald ist die Zivilisation weit weg, kein Motorengeräusch weit und breit, auch das Handy bleibt stumm, hier gibt es keinen Empfang.

Der Lieblingsplatz von Klaus Wassmuth scheint irgendwie aus der Zeit gefallen zu sein.

Der 72-Jährige ist nahezu täglich an diesem Ort, das Verschnaufen auf der Ruhebank gehört für Wassmuth und seine Frau Sigrid zur Tour, die immer nach dem Mittagessen vom Hellen Platz vorbei am Wasserwerk zu den Teichen führt. „Mindestens eine Viertelstunde verweilen wir hier“, sagt Wassmuth, „das hängt vom Wetter ab“.

Graureiher und Kormorane

An Tagen wie diesen, wenn die Augustsonne über dem Wolfhager Land brennt, bleibt man auch gerne etwas länger auf der Bank im kühlen Schatten und blickt auf den See, beobachtet die Graureiher und Kormorane, wie sie im Geäst der Bäume auf Beute lauern. „Man möchte gar nicht mehr aufstehen“, sagt der Ur-Wolfhager.

Mit seinem Vater, dem das Wolfhager Traditionsgasthaus Schiffchen gehörte, war der junge Klaus Wassmuth zum ersten Mal hier. „Viel verändert hat sich seitdem hier nicht“, sagt er. Auch das macht den Ort so sympathisch. Hier ist von der Hektik der Gegenwart nichts zu spüren, der Wald rund um die Teiche hat seinen eigenen entspannten Rhythmus. „In dieser Stille kann man die Seele so richtig baumeln lassen“, schwärmt Wassmuth. „Diesen Platz zu verlassen, fällt uns immer wieder schwer.“

„In dieser Stille kann man die Seele so richtig baumeln lassen.“

Zur Entspannung am See gehört für Klaus Wassmuth ebenso die Bewegung, der Weg zu seinem Lieblingsort und wieder zum Hellen Platz, wo die tägliche Runde am Auto, das ihn und seine Frau wieder zurück zu Terminen und Verpflichtungen bringt, beendet wird. „Ich bin körperlich fit“, sagt der zweifache Großvater mit einem zufriedenen Lächeln.

Gesundheitsbewusst

„Meine Frau und ich versuchen, auf unsere Gesundheit zu achten, wir versuchen, einen Ausgleich zu finden zum faulen Leben, das man im Alltag so hat.“ Und dazu trägt der knapp fünf Kilometer lange Rundkurs, der körperliche Anstrengung und mentale Erholung so wunderbar vereint, entscheidend bei.

„Auch im Winter ist es hier idyllisch“, sagt Klaus Wassmuth, aber an den will er jetzt noch nicht denken. Der Sommer malt dieses Stück Natur in satten Farben. Klaus Wassmuth lässt den Blick schweifen, genießt die Akustik der Natur und taucht ein in eine Welt, die so herrlich unaufgeregt ist.

Von Norbert Müller

Quelle: HNA

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