22-jähriger Rumäne muss mit Bußgeld rechnen

Zoll-Razzia: Papiere waren ungültig

Fritzlar. Für einige Unruhe in der Fritzlarer Innenstadt hat eine Kontrolle des Hauptzollamtes gesorgt. Erst am Freitag hatte Michael Bender, Pressesprecher des Hauptzollamtes Gießen, eine Anfrage der HNA vom Mittwoch beantwortet und den Einsatz bestätigt.

Nach seiner Auskunft waren sechs Beamte im Einsatz, die die Baustellen in der Fritzlarer Altstadt kontrollierten.

Bei den Bauarbeiten gehe es um die Renovierung und Instandsetzung einiger alter Fachwerkhäuser durch einen Privatinvestor. Es habe Hinweise auf Schwarzarbeit gegegeben, teilte Bender mit.

Bei der Kontrolle trafen die Zollbeamten auf einen 22-jährigen Rumänen. Dieser habe eine Arbeitsgenehmigung gehabt, die allerdings nur für das Schaustellergewerbe ausgestellt worden sei.

In Fritzlar war der Mann nun mit Putzarbeiten an einer Hausrückseite beschäftigt. Für rumänische Staatsbürger sei eine Arbeitsgenehmigung in Deuschland erforderlich, teilt das Hauptzollamt mit.

Da der Rumäne als Schausteller eingetragen war, war seine Genehmigung ungültig. Damit sei seine Arbeit am Fachwerkhaus eine Ordnungswidrigkeit gewesen, heißt es weiter.

Zoll prüft Aussagen

Der Mann habe offenbar schon länger auf dem Bau gearbeitet. Deswegen wurd gegen den Arbeiter und gegen den Bauherrn ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Beiden drohe ein Bußgeld.

Die Angaben des Arbeiters sowie Aussagen von Augenzeugen würden zurzeit noch überprüft, so der Zoll. (ode)

Quelle: HNA

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