Landwirte liefern ab Freitag an

Zuckerrüben-Ernte wird geringer ausfallen

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Kampagne hat begonnen: In der Waberner Zuckerfabrik werden jetzt wieder Rüben verarbeitet. Der Ernteertrag wird in diesem Jahr etwas geringer ausfallen als 2012.

Wabern. Der Kessel ist angeheizt, der Schornstein qualmt und ab Freitag rollen die Rüben an: In der Waberner Zuckerfabrik, inzwischen die einzige in Hessen, hat die Kampagne 2013 begonnen.

Aus Nord- und Mittelhessen sowie den angrenzenden Regionen werden die Rüben in den nächsten Wochen in die Fabrik gebracht und dort zu handelsüblichem Zucker verarbeitet.

Peter Fecke, Leiter der Rübenabteilung im Waberner Werk der Südzucker AG, rechnet in diesem Jahr mit einer etwas geringeren Erntemenge. „Wir schätzen, dass die Landwirte auf 69 Tonnen pro Hektar kommen werden“, sagte er gegenüber der HNA. Das sind etwa zehn Prozent weniger als im vergangenen Jahr. Die größte Menge bisher wurde im Jahr 2011 geerntet mit 78 Tonnen pro Hektar.

Auch der Zuckergehalt werde wohl nicht so hoch sein wie im vergangenen Jahr, meinte Fecke. Er schätzt ihn auf 17,5 Prozent, langjähriger Durchschnitt sind 18 Prozent.

Verantwortlich für die etwas geringeren Erwartungen sind zum einen die um zwei Wochen verspätete Rübenaussaat wegen des langen Winters und der insgesamt trockene Sommer.

Während sich der Regen im September noch positiv auf das Wachstum der Rüben auswirkte, hoffen die Anbauer jetzt auf einen sonnigen Oktober, damit der Zuckergehalt noch etwas steigt. Je nach Gehalt erhalten sie höhere oder niedrigere Preise für ihre Rüben.

„Die EU-Marktordnung regelt die Quote“, sagt Peter Fecke, das heißt: Der Grundpreis liegt bei 26,29 Euro pro Tonne, mehr gibt es erst bei einer besseren Qualität, weniger bei geringeren Werten.

Insgesamt wird die Anlieferungsmenge in diesem Jahr zurückgehen, weil die Anbaufläche um 15 Prozent kleiner ist als im vergangenen Jahr. Die Kampagne wird daher auch nur bis Mitte Dezember dauern.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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