Imker Trutti ist zufrieden mit der Honigausbeute

+
Blick ins Innere: Hebt man den obersten Deckel der Magazin-Beute an, lassen sich die Bienen gut beobachten.

Wolfhagen. Die Saison neigt sich dem Ende entgegen. Mit dem Enden der Blütezeit und dem bald einsetzenden Nachtfrost schwärmen auch immer weniger Bienen aus. Richard Trutti, Imker aus Wolfhagen, ist mit dem Ernteertrag an Honig in diesem Jahr zufrieden.

„Die erste Ernte Anfang Juni war durchschnittlich“, berichtet Trutti. Zu diesem Zeitpunkt schleudern die Imker den ersten Honig des Jahres, den Blütenhonig.

Das sehr warme Frühjahr sei den Bienen einerseits gut bekommen, sagt Trutti. Denn dadurch haben sie viel Nahrung gefunden und sich gut entwickeln können. Andererseits führte die lange Trockenheit zu einem Flüssigkeitsverlust bei den Pflanzen, was sich wiederum nachteilig auf die Produktion des Nektars auswirkte.

Unterdurchschnittlich sei die Ernte jedoch im Juli gewesen. Dann werde der Waldhonig geerntet. Zahlreiche Regentage hätten den Nektar und die Blütenpollen von den Blättern der Bäume gewaschen. So sei die Ausbeute für die Bienen geringer als sonst ausgefallen.

Dennoch: 20 bis 25 Kilogramm Honig ernten deutsche Imker durchschnittlich pro Jahr, berichtet Richard Trutti, der seiner Leidenschaft bereits seit 30 Jahren nachgeht. Auch sein Ertrag habe etwa in diesem Bereich gelegen, sagt er.

Truttis Bienen gehören zur Rasse Carnica, eine in unserer Region sehr häufig verbreitete Honigbiene. An vier Standorten in Wolfhagen hat der Imker die sogenannten Magazin-Beuten, die Behausungen der Tiere, aufgestellt: an den Teichwiesen, dem Ofenberg, im Stadtwald und hinter dem Graner Berg. Dort leben insgesamt etwa 20 Bienenvölker.

Von denen gibt der Wolfhager jedoch regelmäßig welche an Neu-Imker ab: „Wer mit diesem Hobby beginnt, braucht Unterstützung“, sagt er. Aus diesem Grund sei in Wolfhagen vor einiger Zeit auch ein Imkerarbeitsraum eingerichtet worden, in dem sich die Anfänger treffen, ihre Arbeit machen können und gleichzeitig Kosten einsparen, berichtet Trutti, der auch Vorsitzender des Imkerkreisvereins Wolfhagen ist.

Der Entwicklung des Metiers sieht er nachdenklich entgegen. Seit 20 Jahren gehe die Zahl der Imker in Deutschland und auch die der Bienenvölker zurück. Umso wichtiger sei es, den Nachwuchs zu unterstützen und zu fördern.

Quelle: HNA

Kommentare