Seniorenwohnanlage in Morschen soll 2015 bezugsfertig sein

Morschen. Eine Seniorenwohnanlage für Morschen –dieses Ziel rückt näher. Im Frühjahr 2014 soll mit dem Bau begonnen werden, kündigt Projektentwickler Heinrich Bambey an. Ein Jahr später könnten dann die ersten Bewohner einziehen, sagt der Verwaltungswirt.

Bambey hat bereits 19 Seniorenwohnanlagen in ganz Deutschland geplant hat. Das Interesse der Einwohner sei groß, berichtet Morschens Bürgermeister Herbert Wohlgemuth: „Bei der Infoveranstaltung am Dienstag vor einer Woche waren 120 Leute da.“ Bambey ergänzt: „Zwei Kaufinteressenten habe ich schon.“

Zwölf bis 14 Wohnungen sollen voraussichtlich im ersten Bauabschnitt entstehen – in vier Größen zwischen 50 und mehr als 80 Quadratmetern. Damit richtet sich die Anlage sowohl an Alleinstehende als auch an Paare, die weiterhin zusammenleben wollen. Die größeren Wohnungen bieten zudem Platz für ein separates Gästezimmer. Die Wohnungen sind für Bewohner ab 50 Jahren gedacht, wenn Ehepartner oder Lebensgefährten mit einziehen wollen, können diese aber auch jünger sein.

Barrierefrei und geräumig

Alle Wohnungen werden barrierefrei eingerichtet, mit breiten Türen, durch die auch ein Rollstuhl passt, ebenerdigen Duschwannen, rutschhemmenden Fliesen und Waschbecken, die mit einem Rollstuhl unterfahrbar sind. Außerdem wird die Wohnanlage mit einem geräumigen Aufzug ausgestattet, in dem auch ein Transport im Liegen möglich ist. Einrichten können die Bewohner ihr neues Heim mit den eigenen Möbeln – das soll Geborgenheit schaffen und ein Zuhause-Gefühl vermitteln.

Im Gegensatz zu einer normalen Miet- oder Eigentumswohnung wird in der Seniorenwohnanlage Betreuung und Hilfe im Bedarfsfall garantiert. Dafür sorgt die Diakoniestation Fulda-Eder, die in einem Betreuungsbüro in der Wohnanlage regelmäßige Sprechzeiten anbieten wird. „Wir wollen den Menschen ermöglichen, so weit wie möglich ohne fremde Hilfe auszukommen“, sagt Projektentwickler Bambey. „Aber wenn Hilfe benötigt wird, dann geben wir sie.“

Einen festgelegten Tagesablauf wird es in der Seniorenwohnanlage nicht geben – die Bewohner sollen selbstbestimmt leben können, erklärt Bambey. Damit sei die Seniorenwohnanlage eine gute Alternative zum klassischen Pflegeheim.

Wo gebaut wird, steht noch nicht fest, nur so viel kann Bambey schon verraten: Die Seniorenwohnanlage soll in Altmorschen entstehen. Auch zur Höhe der Baukosten kann der Projektentwickler noch nichts sagen. Da die Gemeinde als Bauträger auftritt, könne man die Kosten aber deckeln.

Für alle Interessierten liegt ein Informationsschreiben zur geplanten Seniorenwohnanlage im Rathaus in Morschen aus.

Quelle: HNA

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