Homberger Spielmannszug: Zukunft des Vereinsheims bleibt unklar

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Früh übt sich: Eine Möglichkeit, den Spielmannszug zu unterstützen, könnte musikalische Früherziehung sein. Unser Foto zeigt Markus Gattermann vom Spielmannszug Homberg, der 2007 jungen Besuchern der Stadt einige Tricks zum Umgang mit dem Schlagzeug verriet.

Homberg. "Wir hatten die Hoffnung schon fast aufgegeben, jetzt scheint sich aber etwas zu tun", sagt Claudia Eif vom Homberger Spielmannszug. Die Erleichterung ist ihr anzuhören. Die Hoffnung bei den Musikern´, dass sie ihr Zuhause retten können,  sei wieder da.

Denn eins war den über 70 Teilnehmern eines Ortstermins im ehemaligen Schützenhaus, dem Vereinsheim der Musiker, am Mittwochabend klar: An und in dem Haus gibt es Renovierungsbedarf. Die Kosten dafür können die Musiker nicht allein stemmen und deshalb haben sie mobil gemacht.

"Wir wurden gehört", sagt auch der Vorsitzende, Markus Gattermann. Denn an so viel Interesse hatte er kaum zu glauben gewagt. "Es waren nicht nur Bürgermeister, Magistrat und alle Fraktionen da, es sind auch viele Homberger gekommen", sagt Gattermann und freut sich darüber. "Wir sind schließlich ein Aushängeschild der Stadt und das seit 45 Jahren", fügt er an.

In dieser Zeit habe der Spielmannszug ungezählte Auftritte in der Region aber auch im Ausland bestritten und dabei auch stets für die Stadt geworben. "Das war vielen Anwesenden gar nicht klar", weiß Gattermann und kann das auch ein Stück weit verstehen. "Wir haben innerhalb der Stadt kaum Auftritte, weil es keine Plattform mehr für uns gab", sagt er. Doch genau das soll sich jetzt ändern. "Wir werden nun auch den ein oder anderen Auftritt bei Veranstaltungen der Stadt bekommen", sagt Claudia Eif. "Dann werden wir nicht nur gehört sondern auch gesehen", fügt Gattermann an. Der Vorsitzende räumt ein, dass der Verfall ihres Vereinsheims für die 28 Musiker auch eine emotionale Angelegenheit sei. "Wir sind ein Jahr nach der Gründung eingezogen, unser Vereinsleben hat dort stattgefunden. Das ist unsere gute Stube", sagt er.

Doch werde man nicht auf Teufel komm raus am Standort festhalten. "Wenn es keine Lösung gibt, dann müssen wir gehen", sagt Gattermann. Allerdings müsste der Verein ein neues Domizil flexibel nutzen können. "Vor Auftritten proben wir häufiger", sagt er.

Nun wolle man die Kostenschätzung eines Architekten abwarten. "Danach werden wir wissen, ob die Renovierung machbar ist." Viele Arbeiten könnten auch Stück für Stück erledigt werden, sagt er.

Quelle: HNA

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