Zwei junge Männer wollen altes Homberger Fest wiederbeleben

Wollen die Kirmes zurück: Tobias Neutze (links) und Marc Koller rufen im Internet dazu auf, ein Kirmesteam für Homberg zu gründen. Jetzt wollen sie ihr Vorhaben in die Tat umsetzen. Foto: Yüce

Homberg. Marc Koller und Tobias Neutze haben einen Plan. Sie wollen, dass in Homberg wieder eine Kirmes gefeiert wird. Auf dem ehemaligen Festgelände am Stellbergsweg.

179 Hombergern gefällt diese Idee bereits, zumindest, wenn man den Angaben im sozialen Netzwerk Facebook glaubt, denn dort haben die 17-Jährigen die Gruppe „Kirmesteam Homberg“ gegründet. „Viele wollen uns unterstützen“, sagt Marc Koller. „Über 100 Fans innerhalb von zwei Stunden: Mit so viel Zuspruch haben wir gar nicht gerechnet“, fügt Neutze an. Jetzt wollen sie ihre Idee aus dem Internet in die Realität holen. Ein erstes Treffen soll am Mittwoch, 5. September, stattfinden.

Das Ziel: Ein Fest für alle Homberger soll auf die Beine gestellt werden. „Es kann doch nicht sein, dass alle Dörfer es schaffen, eine Kirmes zu organisieren, nur in der Kreisstadt Homberg findet keine statt“, sagt Koller. Ihre Idee haben sie dem Leiter des Stadtmarketings, Dr. Dirk Richhardt, vorgestellt. „Er hat uns seine Unterstützung zugesagt.“ Vor allem auch, weil es in der Stadt viele Angebote für Senioren und Kinder gebe, aber nicht so viele für Jugendliche. „Eine Kirmes ist auch etwas für Jugendliche“, sagt Koller. Die Jungs hoffen auf die Unterstützung der Stadt. „Wir nehmen den Bürgermeister beim Wort, er hat mal gesagt, dass die Homberger sich beteiligen und sich aktiv für die Stadt einsetzen sollen. Das machen wir.“

Schwelgen in Erinnerungen

2005 habe es die letzte Kirmes in Homberg gegeben. „Daran können wir uns noch gut erinnern“, sagt Neutze und erzählt von Fahrgeschäften, einem Festzelt, Musikkapellen und guter Stimmung. Diese Zeit wollen sie wieder zurück. Eine Art Burschenschaft wäre dafür nötig, und ein Kirmesverein soll gegründet werden. „Wir haben ein paar Ideen und hoffen auf weitere“, sagen sie und bitten jeden, der interessiert ist, zu einem geplanten Treffen zu kommen. „Die Teilnahme an der Veranstaltung verpflichtet niemanden zum Eintritt ins Kirmesteam.“

Zudem hoffen sie auch auf den Zuspruch der Vereine und vor allem der Anlieger, denn direkt an den ehemaligen Festplatz grenzt ein Wohngebiet an. „Wir hoffen sie stehen hinter der Idee. Es geht um drei Tage im Jahr, in denen es lauter wäre. Sie hätten es dafür gar nicht weit“, sagt Koller. Am 5. September werde sich endgültig zeigen, wie groß der Wunsch nach einer Kirmes bei den Internet-Fans und den Hombergern ist.

• Erstes Treffen: Kirmes für Homberg, Mittwoch, 5. September, 19 Uhr, Hotel Stadt Cassel. Mit dabei ist ein Vertreter des Stadtmarketings. Die Burschenschaft Holzhausen berichtet von ihren Erfahrungen.

Quelle: HNA

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