SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus tagte in Homberg

Zuschuss-Renten gegen Altersarmut

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Siegfried Richter

Schwalm-Eder. Die Alterssicherung bei steigender Lebenserwartung und Fragen der Generationengerechtigkeit standen im Mittelpunkt der Bezirkskonferenz der SPD-Arbeitsgemeinschaft 60 Plus, die in Homberg stattfand. Eingeladen waren dazu aber nicht nur Mitglieder der SPD. Man wolle für diese Themen eine größere Öffentlichkeit herstellen, erklärte der Bezirksvorsitzende Siegfried Richter (Homberg).

„Die Älteren werden immer jünger“, lautete die These von Dr. Martin Gasche, der das Hauptreferat hielt. Er ist Forschungsbereichsleiter für Alterssicherung und Sozialpolitik am Max-Planck-Institut München.

Gasche wies darauf hin, dass die Lebenserwartung der Menschen bei besserer Gesundheit schneller steige als das Rentenalter. Somit verlängere sich die Rentenbezugszeit trotz der Rente mit 67 gegenüber den bisherigen Rentner-Jahrgängen. Nicht eindeutig konnte er die Frage beantworten, ob Ältere länger arbeiten wollten. Auf der einen Seite bedeute Arbeit eine Steigerung der Altersrente, soziale Integration, Sinngebung und erhöhtes Selbstwertgefühl. Andererseits werde von vielen die gewonnene Freizeit vorgezogen, sofern die finanzielle Versorgung sichergestellt sei.

Dringend müssten politische Schritte gegen die Altersarmut eingeleitet werden, beispielsweise durch Zuschuss-Renten.

Nur so könnten die Menschen auch im Alter in Würde leben. Lebenslanges Lernen sei Voraussetzung für das Berufsausübung und eine Sinngebung im Alter.

Frage der Gerechtigkeit

In seinem Bericht erwähnte Siegfried Richter, dass sich die Arbeitsgemeinschaft im vergangenen Jahr intensiv unter anderem mit den Themen Rente, Gesundheit, Altersarmut, Altersdiskriminierung und Ausgrenzung Behinderter aus dem Gesundheitssystem beschäftigt habe.

Wichtig sei es für die AG, dass bei allen Forderungen die Generationengerechtigkeit eingehalten werde, damit keine Generation überfordert werde. (hro)

Quelle: HNA

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