Zwei Brüderpaare erfolgreich mit ihren Gitarren

Zu viert macht die Musik einfach mehr Spaß: Das Gitarren-Quartett mit (von links) Felix Heinmöller, Paul Pollmächer, Jona Pollmächer und Lukas Heinmöller. Foto: Laumann

Niederurff. Zwei Brüderpaare haben eine gemeinsame Leidenschaft: Sie spielen Gitarre. Und das sehr erfolgreich, wie viele Preise beweisen.

Wenn diese Geschwister auf der Bühne stehen, ist der ganze Streit vergessen. Was kurz vorher noch für Zoff zwischen ihnen gesorgt hat, spielt keine Rolle mehr. „Eine Woche vor dem Auftritt ist immer Brüderliebe angesagt“, sagt Felix Heinmöller und lacht.

Denn Stress und Ärger könne man aus dem Gitarrenspiel heraushören, sind sich die jungen Musiker sicher. Die Musik kann nur harmonisch klingen, wenn die Chemie zwischen den Vieren stimmt.

Dass sie stimmt, haben Paul und Jona Pollmächer sowie Felix und Lukas Heinmöller deutlich bewiesen. Ihr jüngster Erfolg: Platz drei im Bundesfinale von „Jugend musiziert“. Es war nicht der erste Preis für die jungen Musiker. Vermutlich wird es auch nicht der letzte gewesen sein.

Das liebste Hobby

Sie spielen Fußball, sie spielen Tischtennis, gehen schwimmen oder angeln. Aber ganz gleich, was die vier Schüler der Christophorusschule Oberurff in ihrer Freizeit machen: Die Gitarre ist ihr liebstes Hobby. Genauer: die akustische Gitarre. Alle hatten auch mal eine E-Gitarre in der Hand, haben sie aber wieder weggelegt. „Es macht mit der akustischen einfach mehr Spaß“, erklärt Jona Pollmächer.

„Eine Woche vor dem Auftritt ist immer Brüderliebe angesagt.“

Hohe Tone, tiefe Töne, klopfen und die Saiten spielen. Für Lukas Heinmöller ist die Gitarre ein vielseitiges Instrument. Neben Tönen spielten auch Rhythmus und Geräusche eine wichtige Rolle.

Diese Leidenschaft und eine gewisse Disziplin sind die Basis für den Erfolg. Das Quartett probt täglich. Jeder für sich. Sie üben Tonleitern, trainieren die Finger. Das macht nicht immer Spaß, muss aber sein. Über die Jugend-Musikschule Oberurff wurde aus den beiden Geschwister-Paaren einst ein Quartett. Nach den Sommerferien im vergangenen Jahr haben sie mit den Proben für Jugend musiziert begonnen. „Jeder muss seine Noten beherrschen und dann können wir uns zusammenfügen“, erklärt Lukas Heinmöller.

Mit jeder Probe, mit jedem Auftritt wuchs das Quartett zusammen. In den letzten Wochen vor dem Wettbewerb ging es um Feinheiten. Es ging um Lautstärke und Geschwindigkeit. Alles musste aufeinander abgestimmt werden.

Alle spielen gerne alleine Gitarre, aber im Quartett ist es eben noch mal schöner. „Das Zusammenspiel macht den Reiz aus“, sagt Lukas Heinmöller. Wenn dabei mal etwas schief geht, hören das die Jungs selbst. Sie kennen ihre Stärken und Schwächen. Die größten Kritiker seien aber die Eltern und Gitarrenlehrerin Anja Gerschewsky.

Besonderes Lob

Ein besonderes Lob gab es übrigens von Komponist Jürg Kindle. Heinmöllers und Pollmächers hatten sein Stück „Techno“ gespielt, auf Video aufgenommen und auf Facebook veröffentlicht. Dafür gab es ein dickes „Gefällt mir“.

Quelle: HNA

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