Dorfbewohner spenden für ihre Jugend

Zwei Fußballtore für die Dorfjugend in Wichte

Wichte. Die Organisatoren des Waldmännchentages haben nicht lange gefackelt: Als sich jetzt Jugendliche aus dem Ort darüber beklagten, dass es keine Tornetze auf dem Sportplatz gibt, schafften sie zwei neue Tore an.

Das Geld stammt aus dem Erlös des Waldmännchentages, den die Wichter immer am 2. Januar feiern. Dessen Tradition beruht auf einer Legende: Die Wichter Waldarbeiter blieben immer am zweiten Tag eines Jahres zuhause, weil sie glaubten, sonst das Waldmännchen in seiner Winterruhe zu stören.

Diese Geschichte haben die Bewohner von Wichte weitergesponnen und ein Fest daraus gemacht. Das bietet nicht nur der Dorfgemeinschaft am 2. Januar die Gelegenheit, sich zu Beginn des neuen Jahres zu treffen, sondern nun auch noch Monate später einen echten Nutzen für die Jugend.

Die Tore stehen nicht auf dem Sportplatz, sondern mitten im Dorf auf einer Wiese. Der Grund dafür sei, dass der alte Sportplatz am Löwersberg nur schwer zu erreichen ist, sagt Holger Hasenbein vom Organisationsteam.

Deshalb habe sich Erwin Döhne spontan bereit erklärt, für die Dauer der Sommerferien seine Wiese in der Dorfmitte als zusätzliches Fußballfeld zur Verfügung zu stellen. Die beiden neuen Tore sind leicht und können mit Hilfe einer Plane auch zum Torwandschießen genutzt werden.

Michael und Petra Kerste, Torsten und Gabi Freund, Heike Kühle und Holger und Marion Hasenbein vom Organisationsteam planen auch fürs nächste Jahr wieder einen Waldmännchentag.

Eventuell soll er künftig nur noch alle zwei Jahre stattfinden. Aber den 2. Januar 2014 sollten sich die Wichter Einwohner auf jeden Fall schon mal vormerken. (bra)

Quelle: HNA

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