Gesamte Gemeinde soll in die Dorferneuerung

Frielendorf: Gesamte Gemeinde soll in die Dorferneuerung

Frielendorf. Obergrenzebach und Spieskappel sollen in das Programm Dorferneuerung aufgenommen werden. Dafür sprach sich das Gemeindeparlament bei seiner Sitzung in Leimsfeld einstimmig aus.

Bürgermeister Birger Fey erläuterte, dass neuerdings zwei bis drei Orte zugleich in das Förderprogramm aufgenommen werden können. Die Wahl sei auf die beiden Ortsteile gefallen, da sie innerhalb der Gemeinde am stärksten von Leerstand betroffenen seien. In Obergrenzbebach stehen laut Fey zehn Häuser und acht landwirtschaftliche Betriebe leer, in Spieskappel seien es sieben Häuser und acht Höfe.

Bis zu 60 Prozent Zuschuss

Noch 2011 soll es mit der Aufnahme klappen, dann können private Bauherren 30 Prozent Förderung erhalten, für öffentliche Projekte gibt es sogar 60 Prozent vom Land. Nächstes Jahr soll dann möglichst die ganze Gemeinde in den Genuss des Fördergeldes kommen. Das Programm läuft über neun bis zehn Jahre.

Laut Fey sind die Chancen zur Aufnahme gut, das habe die zuständige Behörde in Fritzlar signalisiert. Es gehe nicht um „riesige Investitionen“, sondern die Gemeinde wolle erhalten, sanieren, möglicherweise aber auch Flächen entsiegeln oder rückbauen beziehungsweise abreißen. Von der Förderung würden örtliche Handwerker profitieren.

Zustimmung signalisierte CDU-Sprecher Dietrich Hahn. Der demographische Wandel verändere auch Frielendorf, es sei angezeigt, sich um die Ortskerne zu kümmern. Er forderte, dass es nicht bei der bloßen Anmeldung bleiben solle, sondern das Konzepte entwickelt werden sollten. Fritzlar habe die Aufgabe vorbildlich gelöst und die beteiligten Behördenvertreter an einen Tisch gebracht.

Auch SPD-Sprecher Gerhard Pflug begrüßte den Plan.

Noch diese Woche will die Gemeinde den Antrag auf den Weg bringen. (aqu)

Friedrich Haaß (CDU) sagte Ade

Friedrich Haaß

Frielendorf. Die letzte Sitzung der Wahlperiode war für den CDU-Gemeindevertreter Friedrich Haaß die letzte Sitzung als Gemeindeparlamentarier. Der 63-Jährige aus Todenhausen stellt sich nicht mehr zur Wahl. "Ich denke, jetzt ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören", sagte er unserer Zeitung. Knapp zwei Jahrzehnte in der Gemeindevertretung seien interessant und mitunter aufregend, der Umgang miteinander sei fair gewesen, erklärte er in einer kurzen Abschiedsrede am Montag in Leimsfeld und wünschte dem neuen Parlament eine glückliche Hand. Es müsse künftig um die Haushaltskonsolidierung gehen, das bürgerschaftliche Engagement sei unverzichtbar. (aqu)

Quelle: HNA

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