Zwei Wege zum Abitur: Veranstaltung des Lehrerverbandes DLH in Melsungen

Schwalm-Eder. Für Schüler in Hessen sollte es mittelfristig möglich sein, das Abitur auf zwei Wegen zu erreichen. Dafür warb Mathias Wagner, Landtagsabgeordneter der Grünen, bei einer bildungspolitischen Veranstaltung des Deutschen Lehrerverbandes Hessen (DLH) in Melsungen.

In anderen Bundesländern sei das bereits gängige Praxis, erklärte er. Der eine Weg sei das bekannte Gymnasium, das mit der 5. Gymnasialklasse beginnt. An dieser Schulform könnten die Schüler nach zwölf Schuljahren das Abitur ablegen. Beim zweiten Weg gingen alle anderen Schüler zuerst gemeinsam in die 5. und 6. Klassen, vergleichbar mit der heutigen Förderstufe. Die Schule könne dann selber entscheiden, ob sie nach der 6. Klasse oder nach der 7. Klasse einen Hauptschulzweig, einen Realschulzweig oder einen Gymnasialzweig einrichteten.

 Wagner: „Auf diesem zweiten Weg können alle Abschlüsse erreicht werden, bei Vorhandensein einer Oberstufe auch das Abitur. Selbstverständlich wird das Abitur erst nach 13 Jahren vergeben.“ Die Eltern sollen in zumutbarer Weise die Wahlfreiheit zwischen Schulen mit G8 und G9 haben, wobei dies im ländlichen Raum angesichts großer Entfernungen zwischen Schulstandorten eine große Herausforderung sei.

DLH-Kreisvorsitzender Götz Buchholz und Wagner waren sich einig, dass die von der Landesregierung versprochene 105-prozentige Lehrerzuweisung für alle Schulen endlich kommen müsse. Auch die DLH-Forderung nach Absenkung der Arbeitszeit um eine Stunde auch für Lehrer teilten die Grünen. (hro)

Quelle: HNA

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