Kosten: Zwei Millionen Euro 

Zwestener Kindergärten: Große Lösung für mehr Plätze zu teuer

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Haben bald mehr Platz zum Spielen: Die Kinder in der Kindertagesstätte Kasseler Straße. Unser Bild zeigt von links Patrycja Zamaro, Wiktoria Zamaro, Bürgermeister Michael Köhler, Ayda Aubel, Kindergartenleiterin Hildegard Müller-Ploghaus, Jakob Drescher, Maya Dolatowski, stellvertretende Kindergartenleitung Monika Wiegand und Anna Angelina Schober . 

Bad Zwesten. Die Bad Zwestener Gemeindevertreter hätten gerne für mehr Betreuungsplätze in den Kindertagesstätten gestimmt. Aber die große Lösung ist zu teuer.

Die Planungen, die Tagesstättenleitung, Verwaltung und Aufsicht entworfen haben, sind für die Gemeinde nicht zu finanzieren.

Zwei Millionen Euro hätte alles gekostet. Auch wenn der Bund 870.000 Euro zuschießen würde, hätte die Gemeinde immer noch 1,1 Millionen Euro zu tragen. Die Pläne lagen daher „deutlich über unseren finanziellen Möglichkeiten“, wie Bürgermeister Michael Köhler betonte.

Und so gibt es eine kleinere Lösung. Das sind die wichtigsten Punkte:

Der Anbau

Nur die Kindertagesstätte Kasseler Straße wird erweitert. Der eingeschossige Anbau soll rund 430 Quadratmeter mehr Platz bieten. Die Einrichtung Wühlmäuse wird saniert (siehe weiteren Artikel).

Die Räume

Mit den neuen Räumen stehen etwa ein Handwerksraum oder ein Raum zur Sprachförderung zur Verfügung. Die Erzieherinnen werden entlastet, das häufige Umräumen entfällt. Zwei Schlafräume sollen künftig in der Kindertagesstätte untergebracht werden. Ein Bewegungsraum ist ebenso vorgesehen wie ein Personalraum und eine größere Küche.

Die Kosten

Die Verwaltung rechnet damit, dass der An- und Umbau 1,1 Millionen Euro kostet. 485.000 Euro gibt es an Förderung, bleiben 700 000 Euro für die Gemeinde. „Das können wir uns geradeso leisten“, sagte Bürgermeister Köhler.

Die Gruppen

Derzeit gibt es in der Kasseler Straße vier Gruppen, bei den Wühlmäusen zwei. Nach dem Umbau werden die Kinder in der Kasseler Straße in vier altersübergreifenden Gruppen und einer Krippe betreut. Bei den Wühlmäusen wird es nur noch eine Gruppe geben.

Die Betreuung

Mit dem An- und Umbau soll sich das Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren verbessern. Je nachdem, wie viele Kinder künftig geboren werden, könnte die Betreuungsquote von 40 auf 76 bis 95 Prozent steigen. Die Gemeinde rechnet mit 20 Geburten im Jahr. Unklar ist, wie viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien künftig betreut werden müssen.

Quelle: HNA

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